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Einige der Projekte von Sparkling Science führen über ein Blog ein öffentliches Tagebuch. So kann der Leser ganz einfach am laufenden Prozess teilhaben.

ECER12-Tag3: Woman in Technology – Day

27. April – Dritter Tag

Es ist Halbzeit, der dritte Tag beginnt und die Teams zeigen nicht annähernd Ermüdungserscheinungen. Der Tag startete mit den üblichen Open Practice Tables, in der sich die Teams diesmal darauf konzentrierten eine gute Double Elimination Taktik zu entwickeln und zu testen.

Roboter "Maxwell" von der HTL Donaustadt

Roboter "Maxwell" von der HTL Donaustadt

Doch zuerst mussten noch einige Teams ihre On-Site Presentation hinter sich bringen und in der zweiten Breakout Session ihre Paper präsentieren. Augenmerk für diese Breakout Session war „Woman in Technology“, also die Erfahrungen von Mädchen in Botball bzw. allgemein in der Technik.

Vorträge zum Thema "Girls in Robotics"

Vorträge zum Thema "Girls in Robotics"

Es waren einige sehr amüsante und motivierende Vorträge mit interessanten Ansichten wie beispielsweise Verhaltensunterschiede zwischen weiblichen und männlichen Teammitgliedern. Die Teilnehmerinnen überzeugten jedoch auch mit hochtechnischen Präsentationen und fundiertem Wissen aus verschiednesten Bereichen der Robotik, von Mechanik bis hin zur Programmierung.

Sara Stoppacher, teamleiterin d. Teams Puzzles, bei ihrem Vortrag

Sara Stoppacher, Teamleiterin d. Teams Puzzles, bei ihrem Vortrag

Das Programm  “fFORTE WIT – Women in Technology” (gemeinsame Initiative des Rates für Forschung und Technologieentwicklung und der Bundesministerien für Wissenschaft und Forschung, für Verkehr, Innovation und Technologie und für Wirtschaft und Arbeit) hat alle Mädchenteams unterstützt und dadurch wurde es möglich, gleich beim 1. Anlauf sehr viele Mädchen zu begeistern. Diese Kooperation hat im “Woman in Technology” Day seinen Höhepunkt gefunden und wurde in dieser Session gebührend zelebriert.

Die Teilnehmerinnen der ECER2012

Die Teilnehmerinnen der ECER2012

Eliminationsrunden

Nun ist Zeit für die Double Elimination Rounds des Botball Tournament gekommen. Die Paarungen wurden anhand der Ergebnisse der Seeding Rounds bestimmt, wobei ein Team, das zwei Duelle verloren hat, ausgeschieden war. Für das Finale waren vier Plätze frei. Wie üblich übernahm Gottfried die Moderation und Christoph die Koordination und Musik. Nach etwas Zeit der Vorbereitung erklang schon der Gong und die erste Paarung wurde aufgerufen. Mit diesem Moment war das Botball-Feuer bei den Teams und Zuschauen entfacht – ständige Stauung bei den Wettkampftischen und zahlreiche Anfeuerungsrufe folgten.

Spannung bei den Double Elimination Rounds

Spannung bei den Double Elimination Rounds

Schon bald zeigte sich, dass sich die Favoriten absetzten, aber auch andere Teams überraschten. So musste Desert Robotics frühzeitig eine Niederlage hinnehmen, machten es aber danach besser und kämpften sich bis zu einem der vier Finalplätze vor.

Emotion-pur beim entscheidenden Finaleinzug von Robo-Warriors

Emotion-pur beim entscheidenden Finaleinzug von Robo-Warriors

Eine Überraschung war das Team Robowarriors aus dem TGM, die ihre Taktik aus den weniger erfolgreichen Seeding Rounds völlig umstellte und sich ebenfalls einen Finalplatz mit einer Niederlage sichern konnte. Puzzles und HTL Donaustadt, Die Erst- und Zweitplatzierten aus den Seeding Rounds konnten sich ohne einer einzigen Niederlage für die Finalrunden qualifizieren. Anbei noch einige Impressionen vom Tag:

Roboter bei der Arbeit

Roboter bei der Arbeit

Roboter beim Sammeln der Kelps (Papierstreifen)

Roboter beim Sammeln der Kelps (Papierstreifen)

Den Aufschwung von den Double Elimination Rounds konnte noch das nächste Event nutzen, die Disbotics Open Finals. Da nur ein Team den Wettbewerb bestritt, durfte es zweimal hintereinander antreten, wobei der bessere Versuch zählte. Doch das Pech hat sie nicht verlassen – sie schafften die Aufgabe leider nicht erfolgreich.

Den Tag rundeten wieder ein paar hochkarätige Vorträge ab. Den Beginn machte eine Participant Speech von dem im Wettkampf führenden Team Puzzles. Sie entwickelten eine objektorientierte Programmierumgebung für Roboter, die den Lernprozess unterstützen und die Programmierung im Allgemeinen einfacher gestalten soll. Sie konnten kritische Fragen geschickt beantworten und machten einen professionellen Eindruck. Den nächsten Vortrag hielt Dr. Astrid Weiss von der Uni Salzburg über die Roboter-Mensch Interaktion und im Zuge dessen auftretende Probleme und deren Lösungen. Ein überaus interessanter und inspirierender Vortrag, der auch vielversprechende Ausblicke in eine mögliche Zukunft mit Robotern gewährte. Den Abschluss machte Dr. Lukas Silberbauer, Geschäftsführer der Taurob OG, die Roboter zum Einsatz bei der Feuerwehr entwickelt. Sein Vortrag handelte über die zehn größten Aspekte und Erfahrungen Roboterentwicklung. Ein sehr praxisnaher Vortrag, der die üblichen Stolpersteine aufzeigte, verpasste vielen Zuhörern ein leichtes Deja-Vu Erlebnis.

Exkursion mit der VS Mödlham

Heute machten wir uns auf den Weg nach Mödlham, um dort mit der ganzen Schule auf Salamandersuche zu gehen. Die Chancen standen gut, da es ja in den vergangenen 2 Tagen endlich wieder einmal geregnet hatte. Die Kinder berichteten uns auch gleich, dass einige von ihnen in den letzten Tagen den einen oder anderen Feuersalamander gesehen haben. Wir durchquerten den Wald, großteils schöner Buchenmischwald, und hielten die Augen offen. Leider war der Waldboden schon wieder sehr trocken und kein Salamander ließ sich blicken. Danach gingen wir einen schönen Bachlauf entlang und hielten Ausschau nach Salamanderlarven. Im Bach fanden die Kinder so einiges, nur leider keine Salamanderlarven: viele Bachflohkrebse, Steinfliegenlarven, Köcherfliegenlarven, Schnecken, leere Köcher, die bereits von den Larven verlassen wurden, und sogar einen Blutegel!
All diese Kleintierchen stehen auf dem Speiseplan von Salamanderlarven und außerdem für eine gute Wasserqualität. Entlang des Baches stapelte sich leider auch so einiges an Müll: Bälle, welche gleich begeistert mitgenommen wurden, Siloballen, ein Fahrrad, Schuhe usw. Unglaublich, was die Menschen so alles im Wald entsorgen. Das wird der nächste Ort für eine Müllsammelaktion der Schule. Wir fanden sogar eine Flaschenpost, die eines der Kinder vor ca. 2 Jahren selbst aufgegeben hat!

Gott sei Dank hatten wir aus einem anderen Bach eine Salamanderlarve dabei, welche jetzt ein neues Zuhause im schuleigenen Aquarium gefunden hat, das auch 3 Molche und nun auch zahlreiche Bachflohkrebse und Köcherfliegenlarven bewohnen. Die Kinder werden die Larve begeistert zum jungen Feuersalamander heranziehen und diesen dann wieder in die freie Wildbahn entlassen.
Trotz Salamandermisserfolg war es ein lustiger, lehrreicher und naturnaher Vormittag, vielen Dank an Thomas Körner und die gesamte VS Mödlham! :-)

ECER12-Tag2: Möge der Wettbewerb beginnen!

Der zweite Tag der ECER begann wie üblich mit den Open Practice Tables, in der die Teams nacheinander aufgerufen werden, um auf den Wettkampftischen zu üben. Die Koordination in dieser Phase übernahm jeden Tag Reinhard, der auch für angenehme Musik und fairen Ablauf an den Tischen sorgte. Insgesamt standen zwei vollwertige Wettkampftische zur Verfügung, jeweils in der linken und rechten hinteren Ecke des Exnersaals. Außerhalb wurde ein zusätzlicher Tisch aufgebaut, der frei zum Ausprobieren zur Verfügung stand. Bei jedem Aufruf wurde die Aufmerksamkeit mittels Gong-Geräusch auf den vorne befindlichen Infoscreen gelenkt, der an dieser Stelle den Namen und die Nummer des nächsten Teams gezeigt hat. Wenn der nächste Wettkampftisch frei wurde, hatte das Team 5 Minuten Übungszeit, bevor sie den Tisch wieder verlassen mussten. Während der Open Practice Tables gab es immer wieder die Möglichkeit, mit den Robotik-Experten aus Übersee zu plaudern. Dr. David Miller nahm sich zum Fachsimpeln mit einem jungen Besucher immer gerne Zeit… in english, of course…

David Miller im Gespräch mit der heranwachsenden Techniker-Generation

David Miller im Gespräch mit der heranwachsenden Techniker-Generation

Der Weg der teilnehmenden Teams

Während diesen Open Practice Tables wurden einige Teams zu einem speziellen Gespräch mit einer fachkundigen Jury gerufen, die sogenannten On-Site Presentations. Dabei mussten die Teams sowohl die Entwicklung ihrer Roboter, als auch einige Punkte zu ihrer Organisation und ihrem Teamwork erläutern. Diese Gespräche wurden bewertet und flossen in die Dokumentations-Wertung ein. Ein Großteil dieser Wertung musste aber schon während der intensiven Vorbereitung auf die Konferenz erbracht werden. Im Online-System der Konferenz waren diesbezüglich in regelmäßigen Abständen bestimmte Dokumentationsaufgaben abzugeben, die sich größtenteils um die Entwürfe der Roboter gedreht haben. Mit der zusätzlichen Abgabe von Papers für die Breakout Sessions hatten die Teilnehmer schon einiges an Vorarbeit zu leisten. Unter den 17 teilnehmenden Teams kamen 16 aus Schulen der näheren Region (Wien und Niederösterreich), insbesondere höhere technische Lehranstalten wie das TGM, HTL Wiener Neustadt und HTL Donaustadt. Sogar ein reines Mädchenteam aus der BAKIP21, einer Kindergartenschule, hat sich die Teilnahme zugetraut, was insbesondere den Geist des Botball Programms unterstreicht, mehr Mädchen für Technik zu begeistern.

"Begeisterung pur" beim Team der BAKIP21

"Begeisterung pur" beim Team der BAKIP21

Klares Highlight unter den Teams war aber das Mädchenteam aus den USA. Sie haben einerseits durch ihr Exotendasein und andererseits mit ihren gut durchdachten Lösungen für die Wettbewerbsaufgabe großes Aufsehen erregt.

Die Mädchen aus dem Team Dessert Robotics aus den USA
Die Mädchen aus dem Team Dessert Robotics aus den USA

Let The Games Begin

Nach der Mittagspause ist nun das erste von den Teams heißersehnte Event an der Reihe: die Seeding Rounds für das Botball Tournament. Auch hier wurden alle Teams nacheinander aufgerufen, jedoch mit verschärften Umständen: sollten ein Team nicht anwesend sein, wird die Runde mit null Punkte gewertet. An jedem Tisch standen Juroren, die für den korrekten und fairen Ablauf sorgten. Die Teams hatten nur beschränkte Zeit, ihre Roboter auf dem Spielfeld richtig zu platzieren und vorzubereiten, für Zeitverzögerungen besaß jedes Team eine sogenannte Timeout-Card, die dem Team einmalig zusätzliche fünf Minuten gab. Nach kurzer Vorbereitungszeit ging es auch schon los: jetzt geht es darum, alleine am Tisch so viele Punkte wie möglich zu ergattern.Damit die Punkte auch fair vergeben werden, wurden die Table-Judges genau geschult:

Schulung der Table-Judges

Schulung der Table-Judges

Für viele Teams begannen die Seeding Rounds schleppend – 0 Punkte in der ersten Runde. Doch sie gaben nicht auf haben ihre Roboter in der Zwischenzeit stetig verbessert, um noch wertvolle Punkte zu holen. Während Gottfried Herr über das Mikro war und Runden kommentierte, Ergebnisse bekanntgab und das Publikum animierte, übernahm Christoph die Koordination der Runden und sorgte für motivierende Musik.

Stimmung bei den Seeding Rounds -großes Interesse

Stimmung bei den Seeding Rounds -großes Interesse

Die Atmosphäre hatte sich deutlich verändert: zwar war es sehr heiß aufgrund der geschlossenen Jalousien (für faire Lichtbedingungen), doch die entstandene Stimmung konnte damit ohne Probleme mithalten. Sieger der Seeding Rounds war Team Puzzles von der HTL Wiener Neustadt mit großartigen 232,5 Punkten, gefolgt vom Team HTL Donaustadt und A MazeIng. Das amerikanische Team Desert Robotics konnte ihrer Favoritenrolle nicht gerecht werden und belegte den neunten Platz. Bestes Team aus dem TGM war Wall-E aus der 2AHIT auf Platz vier.

Team Wall-E beim spätabendlichen Tüfteln - hat sich ausgezahlt

Team Wall-E beim spätabendlichen Tüfteln - hat sich ausgezahlt

Nach einer kleinen Verschnaufpause ging es sofort mit den geplanten Vorträgen weiter. Den Anfang machte Christoph Strasser, Gewinner des RAAM (Race Across America) 2011, dem längsten Radrennen der Welt, dessen Vortrag größtenteils aus Berichten und Motivationsreden bestand. Der Vortrag hat aber vermutlich Wirkung gezeigt, denn die Motivation der Teams war bis zum Schluss in hohem Maß vorhanden.

Christoph Strasser - Gewinner des RAAM - beim Vortrag

Christoph Strasser - Gewinner des RAAM - beim Vortrag

Der zweite Vortrag war eine Participant Speech einer TGM Schülergruppe, die ihr aktuelles Diplomprojekt „Trac.Drone“ vorstellte. Das Projekt besteht aus einer GPS-basierten Steuerung des AR.Drone von Parrot mit Hinderniserkennung in Echtzeit. Den Vortrag krönte noch eine Life-Vorführung der Drone. Die abschließenden zwei spannenden Vorträge handelten von Objekterkennung für Roboter im Heimbereich und wurden von Dr. Markus Vincze von der Technischen Universität Wien und Dr. Jim Little, Professor an der University of British Columbia, abgehalten.

ECER12-Tag1: Roboter-Spektakel im Exnersaal

Wenn sich jemand im Zeitraum von 25. bis 28. April in den Exnersaal des TGM verirrt hat, gab es mit Sicherheit einige Fragezeichen: Einige Schüler sitzen an Tischen und arbeiten mit Lego-Robotern, anderen stehen an eigenartigen Tischen und lassen ihre Roboter dort selbstständig arbeiten verrichten, und in regelmäßigen Abständen ertönt ein Gong. Die Rede ist von den Open Practice Tables, die jeden Vormittag stattfinden und bei denen die Schüler die Möglichkeit haben, an ihren Robotern zu arbeiten und sie in der Praxis auszuprobieren.

Open Practice - Teams bei der Arbeit im Exnersaal des TGM

Open Practice - Teams bei der Arbeit im Exnersaal des TGM

Educational Robotics

Wir befinden uns zu Beginn des ersten Tages auf der European Conference on Educational Robotics, kurz ECER, die nach dem amerikanischen Vorbild, der Global Conference on Educational Robotics (GCER) dieses Jahr das erste Mal in Europa ausgerichtet wurde. Die Konferenz basiert auf dem aus den USA stammenden Botball Educational Robotics Program des Kiss Institute for Practical Robotics (KIPR). Das Ziel dieses Programms ist es, Kinder und Jugendliche für Technik zu begeistern, indem sie selbstständig in Teams autonome Roboter bauen und programmieren, mit denen sie dann an Wettkämpfen teilnehmen können. Autonom bedeutet in diesem Fall, dass der Roboter die Aufgaben selbstständig lösen soll, d.h. ohne direkte äußere Einflüsse (z.B. durch eine Fernbedienung). Das Konstruktions-Set besteht größtenteils aus Lego Technik, speziellen Metallteilen und einer Sammlung aus Sensoren, Motoren und Servos. Für die Programmierung steht eigens eine Entwicklungsumgebung zur Verfügung, in der man sich für die Programmiersprache C oder Java entscheiden kann. Unter anderem fördert das Botball Programm die Teamfähigkeit, Social Skills und vor allem die technischen Fertigkeiten der Teilnehmer und soll für einen späteren Einstieg in einen Technik-Beruf fit machen. Der Wettkampf wird üblicherweise auf einem quadratischen Tisch ausgetragen, der nach einem speziellen Thema gestaltet wurde, und in bestimmter Art und Weise von den Robotern bearbeitet werden soll (z.B. Transportieren von Bällen, Stapeln von Würfeln, etc.).

Open Practice am Game Table

Open Practice am Game Table

Nach den Open Practice Tables folgte eine kurze Willkommensrede von Organisator Dipl.-Ing. (FH) Mag. Gottfried Koppensteiner mit anschließender Entlassung in die Mittagspause, die die meisten Teilnehmer in der hauseigenen Mensa verbrachten. Doch diese war nur knapp bemessen, denn der enge Zeitplan sah schon bald die nächste Aktivität vor: eine der beiden Breakout Sessions. Dabei können Teilnehmer, die vor der Konferenz ein Paper geschrieben und eingereicht haben, dieses im Rahmen eines 10-minütigen Vortrags vor gesammeltem Publikum präsentieren. Die gesamte Konferenz fand, aufgrund der Konformität mit dem aus den USA stammenden Botball Programms und den teils internationalen Gästen und Teilnehmern, in englischer Sprache statt. Das verbessert natürlich die Englisch-Kenntnisse der deutschsprachigen Teilnehmer und ermöglicht es Erfahrung und Übung im Präsentieren vor größerem Publikum zu sammeln. Die Präsentationen vermittelten den Eindruck, dass sich die Autoren sehr engagiert mit ihrem Thema auseinandergesetzt haben und der Spaß auch nicht zu kurz gekommen ist. Die Themen waren sehr unterschiedlich; sie reichten von Involvierung von Robotik in der Ausbildung, über Programmierumgebungen, die es erleichtern sollen, Roboter zu programmieren, bis hin zu möglichst eleganten und effizienten Lösungen der diesjährigen Wettbewerbsaufgabe.

Vorträge von Schülerinnen und Schülern über ihre Roboter

Vorträge von Schülerinnen und Schülern über ihre Roboter

Was die Roboter tun müssen

Die zu lösenden Aufgaben der diesjährigen Wettbewerbsaufgabe sind sehr unterschiedlich und erfordern verschiedenste Ansätze. Der Wettkampftisch besteht aus zwei gegenüberliegenden Bereichen, die identisch und jeweils für ein Team gedacht sind. Es befinden sich drei Würfel mit unterschiedlichen Farben auf dem eigenen Spielfeld, die in einer bestimmten Reihenfolge gestapelt werden sollen. Desweitern gibt es einen Ring, in den Tischtennisbälle befördert werden sollen, die über einen Einlass ins Spiel gebracht werden können. Auf dem eigenen Spielfeld befinden sich ebenfalls zehn Plüschbälle, die in eine bestimmte Zone gebracht werden sollen. In der Mitte des Tisches befinden sich u.a. Papierstreifen und das Botball-Maskottchen, der Botguy, die jeweils Punkte bringen, wenn sie auf die eigene Seite befördert werden können. Zum Lösen dieser Aufgaben gibt es zwei Minuten Zeit pro Runde, wobei für jede der Aufgaben bestimmte Punkte vergeben werden und am Ende die Summe der Punkte ausschlaggebend ist (für mehr Infos siehe das offizielle Video von Botball).

Botball GameBoard2012 - reef renewal
Botball GameBoard2012 – reef renewal

Künstlerischer Roboter

Im Anschluss an die erste Breakout Session stand der Robotics Showcase auf dem Plan. Dieser bietet sowohl Teilnehmern, als auch externen Roboter-Experten die Möglichkeit, ihre Roboter zu präsentieren und vorzuführen. Dieses Jahr gab es im Zuge des Showcases besonderen Besuch: Ing. Erik Dokulil, von Robots In Architecture führte seinen privaten Industrieroboter der Marke Kuka vor. Besonderheit an diesem 300 Kilogramm schweren Roboterarm war, dass er nicht wie ursprünglich vorgesehen Schweißarbeiten und dergleichen verrichtete, sondern Bilder zeichnete. Die Herausforderung dabei ist es natürlich, solch einen mächtigen Roboter mit einer Präzision zu betreiben, die detaillierte Zeichnungen mit dem Kugelschreiber zulässt. Die entsprechende Software dafür benötigt dazu lediglich eine Vektorgrafik, berechnet sich die Wegpunkte und nach einer Kalibrierung des Roboters kann es schon losgehen. Es wurden einzelne Teilnehmer-Gruppen aufgerufen, die eine Vorführung genießen durften, während es den anderen Gruppen erlaubt war an ihren Robotern weiterzuarbeiten. Der zeichnende Roboter stieß auf große Begeisterung, insbesondere durch die doch flotten und präzisen Zeichnungen des Botball-Maskottchens und Konferenzlogos. Einige Zeichnungen schmücken bereits die Wand des neuen Robotik-Labors im TGM. Der Roboter stand für den gesamten Zeitraum der Konferenz vor dem Exnersaal bereit, wo er von Zeit zu Zeit Logos und sonstige Anfragen der Teilnehmer zu Papier brachte.

KUKA Roboter von Eric Dokuli (robots in architecture)

KUKA Roboter von Eric Dokulil (robots in architecture)

Die Wettkämpfe

Nun steigt die Spannung etwas, denn der nächste Programmpunkt sind schon die ersten Wettkampfrunden der Konferenz. Grundsätzlich wurden auf der ECER zwei unabhängige Wettkämpfe ausgetragen: die Botball Tournaments mit 16 teilnehmenden Teams, dessen Wettbewerbsaufgaben im Wesentlichen bereits erklärt wurden und auch in dieser Form in den USA stattfinden, und die Disbotics Open Tournaments mit einem teilnehmenden Team, eine für die ECER entwickelte Aufgabenstellung. Während es bei den Botball Tournaments einige Einschränkungen bzgl. der Konstruktion der Roboter und Alter der Teilnehmer gibt, kann man beim Disbotics Open Tournament prinzipiell die Roboter so gestalten, wie man sie gerne hätte. Jeder der beiden Wettkämpfe besteht aus verschiedenen Phasen: zuerst werden die Seeding Rounds ausgetragen, bei denen nur ein Team pro Tisch so viele Punkte wie möglich erreichen soll. Jedes Team hat drei Antritte, wobei der Durchschnitt aus den besten beiden Ergebnissen zählt. Nach den Seeding Rounds werden die Double Elimination Rounds ausgetragen, bei denen jeweils zwei Teams pro Tisch gleichzeitig am Werk sind, was bedeutet, dass man aktiv seine Gegner stören und dessen Punkte vereiteln kann – immerhin kann man sich zwischen den beiden Spielseiten frei bewegen. Das Team mit mehr Punkten gewinnt die Runde, eine Niederlage kann zur Ausscheidung führen.

Die ersten Wettkampfrunden sind die Seeding Rounds der Disbotics Open Tournaments. Bei diesem Wettkampf geht es darum, ein Lego-Duplo-Konstrukt, das aus drei Steinen besteht, auseinanderzunehmen und die einzelnen Steine korrekt nach Farbe zu sortieren, also in die entsprechenden Behälter zu befördern. Diese Herausforderung hat lediglich nur ein Team angenommen – was für die hohe Schwierigkeit der Aufgabe spricht.

Die Roboter des DISBOTICS Projekts bei der Arbeit

Die Roboter des DISBOTICS Projekts bei der Arbeit

Das Disbotics Team, das aus TGM-Schülern einer vierten Klasse besteht, arbeitet schon seit Beginn des Schuljahres an einer wissensbasierten Lösung zur Zerlegung von Lego-Konstrukten und anschließenden Sortierung. In den Seeding Rounds hat es leider nicht so geklappt wie sie sich das vorgestellt hatten, was im Wesentlichen auf Probleme in der Software zurückzuführen war. Dennoch war eine Aufgabe wie diese sehr aufregend und selbst für Botball-Veteranen völlig neu, was einige Schaulustige nach sich zog.

Großer Andrang bei den DISBOTICS Seeding Rounds

Großer Andrang bei den DISBOTICS Seeding Rounds

Erste Vorträge

Neben den 10-Minütigen Vorträgen in den Breakout Sessions gab es auf der ECER auch die Möglichkeit in Form von längeren Vorträgen zu präsentieren, sowohl für Teilnehmer (Participant Speech) als auch eingeladene Redner (Keynote Speech). Am ersten Tag der Konferenz standen zwei Vorträge am Plan. Der erste Vortrag war eine Participant Speech eines Teams der HTL Wiener Neustadt über Problemlösungen in der angewandten Robotik. Es wurde detailliert auf die diesjährige Wettbewerbsaufgabe eingegangen und die verschiedenen Möglichkeiten, um Punkte zu erzielen, erörtert. Die zweite Präsentation wurde von Dr. David Miller abgehalten. Es ging um Roboter zur Unterstützung von Kleinkindern mit Muskelschwäche, im speziellen um die Lehr- und Lernfähigkeit von Robotern zur Unterstützung des Krabbelverhaltens.

Dr. David Miller von der University of Oklahoma bei seinem Vortrag

Dr. David Miller von der University of Oklahoma bei seinem Vortrag

Es ist nun schon früher Abend, als der letzte Programmpunkt für heute beginnt: die Opening Reception. Hier werden alle Teilnehmer der Konferenz zu Speis und Trank eingeladen und konnten in gemütlichen Rahmen erste Erfahrungen austauschen. Der Hunger ist groß, die Stimmung beim Anblick der gerichteten Speisen dementsprechend gut und der Tag klingt für die Teilnehmer angenehm aus. Aber nicht so für die Organisatoren und Helfer – sie arbeiteten noch bis in die Nacht hinein um Vorbereitungen für die nachfolgenden Wettkampfrunden zu treffen. Unter anderem wurden zwei Kameras und Videowalls bei den Tischen aufgestellt, die es für Zuschauer ermöglichten das Geschehen auf den Tischen live zu verfolgen. Zum Organisationsteam zählten neben General Chair Gottfried Koppensteiner auch noch Technical Program Committee Chair Christoph Krofitsch und Tutorial and Workshops Chair Reinhard Grabler, beide ehemalige Absolventen des TGM und nun Studenten an der Technischen Universität Wien. Das Team war sowohl für die aufwändige Vorbereitung als auch für den reibungslosen Ablauf an der Konferenz verantwortlich. Hochrangige Unterstützung ist auch direkt von KIPR aus Amerika gekommen: Dr. David Miller, seines Zeichens einer der Mitgründer von Botball, und Steve Goodgame, Executive Director von KIPR, halfen bei der Durchführung und waren Juroren.

Christoph Krofitsch,
ehem. Schüler des TGM und Projektmitarbeiter im Projekt DISBOTICS

…zum Seewaldsee mit der VS Voglau!

Gestern machten wir bei (leider) strahlend schönem Wetter eine Salamanderexkursion mit der 3. und 4. Klasse der VS Voglau. Wir wanderten von der Schule weg über die Straße zur Weitenau und von dort über den Forstweg zum Seewaldsee. Es war ganz schön weit zu gehen und mit einigen kleineren Unterbrechungen gingen wir von 8:00 in der Früh bis 12:30 durch. Die Aussicht auf das Tennengebirge, den Gosaukamm und die Bischofsmütze war allerdings wunderschön und entschädigte uns für die Mühen des Aufstiegs. Zwischendurch kamen wir auch an einer Weide mit süßen Eseln vorbei, die natürlich gleich die Aufmerksamkeit aller auf sich zogen. Beim 1. kleinen Wasserfall angekommen, suchten wir gleich mit kritischen Blicken das kleine Becken am Weg nach Feuersalamanderlarven ab. Wir fanden sofort eine kleine Ringelnatter im Wasser, die dort wahrscheinlich auf Jagd nach Larven war, welche sie ja mit Vorliebe frisst. Die Kinder waren entweder begeistert oder erschrocken am Herumschreien. Nachdem der erste Schock überwunden war, wollten die meisten die Ringelnatter unbedingt fotografieren und nach längerem “Starren” fanden wir auch sehr viele Feuersalamanderlarven, die wahrscheinlich erst in der letzten Woche abgelegt wurden, da bis zum 1. Mai noch überall Schnee lag. Umso erstaunlicher und beeindruckender war für uns dann die Entdeckung einer ca. 5-6 cm großen Larve mit sehr ausgeprägter gelber Färbung. Diese Larve steht kurz vor der Metamorphose und kann daher gar nicht aus dieser Salamandersaison sein. Unsere Vermutung ist daher, dass diese Larve im Herbst 2011 abgelegt wurde, an einem passenden, temperierten Ort unterhalb der Schneedecke überwintert hat und jetzt kurz vor der Metamorphose steht. Dieser Fund war auch für uns etwas völlig neues, denn so etwas haben wir bei uns bis jetzt noch nie gesehen. Man kann sich daher unsere Begeisterung vorstellen! :-) Der Größenvergleich einer frisch abgelegten Larve mit der großen Larve ist auch sehr beeindruckend: Nach diesem Erfolg beim ersten Becken fanden wir auch bei den folgenden 2 Becken noch Salamanderlarven. Zwischendurch erschreckten uns ein paar Mäuse, eine weitere Schlange und auch ein Grasfrosch ließ sich blicken. Oben beim wunderschönen Seewaldsee machten sich die Kids noch auf die Suche nach Erdkröten- und Grasfroschlaich, welche sich auch gleich auffinden ließen. Die Amphibiensaison hat dort oben auf ca. 1100 m Höhe wirklich gerade erst begonnen, letzte Schneefelder sind immer noch zu finden. Nach einer kurzen Pause beim See machten wir uns auf zum Abstieg hinunter in die Weitenau, wo die Kids, und Gott sei Dank auch wir, von braven Eltern und Omas und Opas mit Autos abgeholt wurden. Trotz des schönen Wetters war es eine sehr erfolgreiche, tierreiche Exkursion, die uns allen großen Spaß gemacht hat. Vielen Dank an die Klassen der VS Voglau, ihre Lehrerin und die begleitende Mama!

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