Sparkling Science

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FUNSET Science (Future Network-Based Semantic Technologies)-Blog

FUNSET-Sience Abschlusskonferenz am TGM

Am 12. Mai 2010 präsentierten sich „unsere“ FUNSET-Science Schüler in Anzug und Krawatte geladenen Gästen aus Industrie und Schule.  Es war an der Zeit, die im Rahmen des Kooperationsprojekts  geleistete Arbeit  in würdigem Rahmen vorzustellen. Dazu hat das Technologische Gewerbemuseum die Eltern der Schüler, Vertreter aus der Industrie und Schüler wie Lehrer der Abteilung zu den Diplomarbeitspräsentationen der Abteilung für Informationstechnologie geladen.

Der würdige Rahmen wurde von den Schülern perfekt genutzt, die Präsentationen waren perfekt vorbereitet und spannten einen Bogen von leicht verständlicher Einführung bis zur absoluten wissenschaftlichen Abhandlung der einzelnen Themen. Einige Gruppen zeigten ihre Erfahrung, welche Sie durch die Teilnahme an IEEE-Konferenzen in Portugal, China und Chile erlangten,  präsentierten in englischer Sprache, referenzierten ihre Aussagen an den dort gehörten wissenschaftlichen Präsenstationen und  stellten sich mutig den Fragen der interessierten Zuhörer. Schon im Vorfeld studierte Projekleiter Dr. Munir Merdan interessiert die Ergebnisse der Vorbereitungen zu den Präsentationen.

Am Ende der Veranstaltung gab es dann noch eine „Weltpremiere“:  Zum ersten Male wurde das funktionierende FUNSET-Projekt im öffentlichem Rahmen vorgestellt. Dazu wurden 3 Betriebe, welche mit Hilfe Semantischer Technologien und Software-Agenten simuliert wurden, jeweils mittels einem Beamer an eine eigene Präsentationswand projiziert und über das Internet zu einem virtuellen Unternehmen verbunden. Dann hat man diesem Unternehmen eine Aufgabe gestellt und die Softwareagenten haben selbständig über die Verteilung der einzelnen Arbeiten und deren Preise verhandelt.

Zur Überbrückung der aAnfangsnervosität wegen einer kleinen Panne kam sogleich Frau AV Dipl.-Ing. Grete Kugler zu Hilfe. Nachdem die Chefin der Abteilung für Informationstechnologie ihren Schülern zur Seite stand (siehe Bild) klappte die vorbereitete Vorführung. Das zufriedenstellende Ergebnis wurde vom Publikum mit einem tosenden Applaus begleitet und lieferte genug Gesprächsstoff für den gemütlichen Ausklang beim Buffet.

Trotz später Stunde gab es interessierte Anfragen, ob und wann denn diese Jungforscher in den Betrieben anfangen könnten. Doch der Großteil überlegt eine akademische Karriere… Nun ja, wehe wenn Sie einmal losgelassen….

Anbei  noch einige Impressionen der Abschlusskonferenz mit Fotos und einer kurzen Erläuterung über das jeweilige Teilprojekt.

Semantic Negotiation Agents

Das Herzstück des FUNSET-Projekts. Hier wurde die Basis geschaffen, dass sich unterschiedliche Unternehmen durch einbringen der SNAs an vollautomatischen Online-Verhandlungen beteiligen können. Die Gruppe hat diverse Auktionsmechanismen und B2B-Verhandlungen implementiert und hat ihren Decision-Support-Algorithmus  in China und Chile vorgestellt. Ein herzliches Dankeschön an Clemens Höberth, Simon Strobl, Constantin Reinprecht und Raphael Riemer aus der 5AHITS.

m³curry & h³lios

Was wären Verhandlungen zwischen Softwareagenten, wenn ein Agent die semantische Repräsentation des anderen nicht versteht?  „Mercury“  stellt sich diesem Problem und ist die erste vollautomatische Verknüpfung von Ontologien/Wissensbasen mit dem gewissen m³ (mehr darf an dieser Stelle nicht verraten werden). Einen kurzen Einblick gaben die beiden Jungforscher bei der Konferenz in China. Herzlichen Dank an Andreas Harapat und Florian Würrer aus der 5BHITI.

SIMASME

Software-Agenten ohne Anbindung zur Hardware in einem Unternehmen? „Fad!“ dachte sich diese Gruppe und übernahm die Steuerung und Regelung von einer Prozesstechnikanlage mittels Softwareagenten und Funktionsblöcken nach dem IEC-Standard 61499. Nun sagt man einer Anlage einfach, bis wann man welchen Auftrag benötigt und die Anlage überlegt sich selbst, ob & wie und bis wann sie diesen  erfüllen kann. Fehlerbehebung natürlich inbegriffen, wie erfolgreich präsentiert in Portugal und Chile! Herzlichen Dank an Manuel Barta, Stefan Pokorny und Mirza Zenkic aus der 5AHITS!

WareLoXX & Alexis

Nahezu jedes Unternehmen benötigt ein Lagerhaus. Dieser Gruppe ist es gelungen, Lagerhäuser auf Basis einer Ontologie mit Hilfe von Software-Agenten zu simulieren. Diese Lagerhaus-Ontologien können mit einem grafischen Editor entworfen/gezeichnet und simuliert werden. Dazu gibt es dann noch ein paar Tipps, wie man das Lagerhaus effizienter gestalten könnte. Alles per Drag & Drop. Vorgestellt wird dies noch bei einer Konferenz, die Gruppe besuchte jedoch auch die Konferenz in Portugal. Herzlichen Dank an Reinhard Grabler, Lukas Flandorfer und Emanuel Wagner aus der 5BHITI.

Bottlesoft

Die Kooperation mit der Firma COPA-DATA hinterließ in diesem Projekt erste Spuren. Die Gruppe beschäftigte sich mit der Abbildung einer Glas- und PET-Flaschen-Anlage, sowie der Steuerung dieser mittels Softwareagenten und semantischer Technologie. Durch die Kooperation mit der Brauerei Ottakringer konnten hier wertvolle Einblicke gewonnen werden um dieser simulierten Firma genug Echtdaten für deren Einsatz in unserem virtuellen Unternehmen zu bringen. Die Arbeit wurde in Portugal vorgestellt. Herzlichen Dank an Laurenz Novotny, Edvin Kuric, Michael Peitl und Alexander Recnizek aus der 5AHITS!

LiStoSys & VIBES

Sie möchten mit Microsoft Visio ein System entwerfen und simulieren lassen? In Zukunft kein Problem für Flüssigkeits-Systeme  mit Tanks, Pumpen und Leitungen. Einmal gezeichnet in Visio, oftmals simulierbar mittels eines Multiagentensystems, dem man problemlos auch die Steuerung einer echten Anlage überlassen darf (natürlich auch die Reinigung). Damit präsentierte sich die Gruppe in Portugal und Chile. Herzlichen Dank an Rene Duchkowitsch, Christian Hudec und Tung Nguyen aus der 5BHITI.

Nach so erfolgreich verlaufenen Abschlusspräsentationen darf man zufrieden Bilanz ziehen und sich auf die schriftlichen Werke der Projektgruppen freuen. Jede Gruppe hat schon fleißig Diplomarbeiten verfasst, die wir in kurzform hier Vorgestellt werden sollen…

Echale & Maururu (Ausdruck der Freude über überwundene Stromschnellen beim Rafting in chil. Hochwasser  und Danke auf Rapa Nui, Osterinsel)

Prof. DI (FH) Mag. Gottfried Koppensteiner

Projektkoordinator TU Wien & TGM

IEEE-ICIT 2010 conference Chile – 3

Chile journey to visit the IEEE-ICIT 2010 confernce on Industrial Technology in Vina del Mar, Chile
9-26 March 2010

Through working in the FUNSET project we (Stephan Auer, Benjamin Grössing, Christian Hudec and Constantin Reinprecht) had the chance to present our work at an international conference in Vina del Mar, Chile in March 2010.

18 March 2010

Sun. Sun. Sun. It was the first sunny day from morning to evening. Valparaiso is a very nice city! We walked through the city south of Viña del Mar from 11 am to 5 pm and I really liked it. I love the little coloured houses in green, pink, red, blue, violet, and many more colours. We took three typical elevators (ascelatore) which was quite cool because I have not seen them anywhere before. At 11.55 pm we noticed another earthquake. I did not notice it at first until Christian told me that the earth was shaking. It was quite a strange feeling.

19 March 2010

4.45 am is way too early! That was the time we had to leave the hotel for Santiago airport to be on time for our flight to the Easter Island. The terminal for national flights just consists of huge tents because the airport suffered a lot of damage by the earthquakes. It was a bit awkward situation but everything was pretty well organized and so we checked in, had our lunch package from the hotel for breakfast and waited to board our plane. The flight was pretty good. At the little very nice airport we were picked up by a lady from our hotel and she gave us flower-necklaces similar to them everybody knows from Hawaii. Our hotel ‘Gomero’ is really nice and in the afternoon we went to the beach. We saw a lot of surfers because the waves were pretty good for surfing. Benjamin, Christian, Stephan and I went swimming and we were astonished that the ocean was so much warmer than it was in Viña del Mar. In the evening we went to a typical Rapa Nui – the name of the Easter Island in the local language – dinner and after the dinner to a traditional dance show which I really liked.

Moais on Easter Island

20 March 2010

Today we had the first of two day tours to see the most important and most famous places of Rapa Nui. We saw a lot of the typical stone monuments called Moai. I think that they look really cool, but I did not know that they were pretty young because the last Moais were made around 1680. Our guide Katipale told us a lot of interesting things, not just about the touristic sights – but also about the culture, the history, and the problems of the Easter Island today and in former times. We visited a large stone mason where the Moais had been made and from there carried to the Ahus (platform where the Moais stand on) all around Rapa Nui. The size of the Easter Island is about 116 km² which is approximately half of Vienna and only 4000 people live there today.

Benjamin Grössing, Constantin Reinprecht, Stephan Auer and Christian Hudec in front of 15 Moais

21 March 2010

In the morning after breakfast (the breakfast was always very good with fresh juices, avocados and delicious marmalades) I went to church to get to know the way a mess looked like there on the island. The songs in Rapa Nui language were awesome. So many people sung and some even played the guitar, the Ukulele or mouth organ. Everybody looked so happy, enthusiastic and euphoric and so different than in the most Roman-Catholic messes in Austria. We got the advice to go to church on Sunday by our hotel and I think that many hotels give such advice because there had been many tourists in the church. After church our next tour started, which was also very interesting. In the afternoon it rained very heavily, but thanks God it stopped after a while and we had beautiful weather for our tour.

Again we want to thank Sparkling Science for giving us this unforgettable experience presenting our work at an international conference as well as having and amazing time in Chile.

Constantin Reinprecht

IEEE-ICIT 2010 conference Chile – 2

Chile journey to visit the IEEE-ICIT 2010 confernce on Industrial Technology in Vina del Mar, Chile
9-26 March 2010

Through working in the FUNSET project we (Stephan Auer, Benjamin Grössing, Christian Hudec and Constantin Reinprecht) had the chance to present our work at an international conference in Vina del Mar, Chile in March 2010.

Vina del Mar with the conference hotel at the right side

14 March 2010

We all were a little bit nervous, because tomorrow we will present our paper “Implementation of Automation Agents for Batch Process Automation” in a poster session at the international conference. Again we practised what we could tell interested people and how to answer general questions about our work best.

15 March 2010

We went to the conference at halb past 8 that day. The plenary speeches were quite interesting. In the adjacent coffee break we found a very interesting poster about a paper with the title ‘Enterprise Architecture Management in Virtual Organization’ and we had a small discussion with the author about his paper. I think that that paper will be a good reference for our diploma, because it deals with similar topics as the communication difficulties between different organizations.After the coffee break we went to the session about ‘System Integration, Industrial Informatics and Communications’ where Ingo Hegny from the Technical University of Vienna presented his paper.

Christian Hudec, Constantin Reinprecht, Stephan Auer, Benjamin Grössing and DI Mag. Gottfried Koppensteiner with Taivo Kangilaski, author of the paper 'Enterprise Architecture Management in Virtual Organization'

After lunch break our time has come to present our paper in a Dialog Session. We worked hard in Vienna to create an informative poster and I think we did a good job. Unfortunately, we were unlucky with our place for the poster because it was in the back of the room. Nevertheless, some people from all over the world came to us and talked to us about our work and we explained to them what we have done and what will and has to be done in the future. I talked to two or three Germans, one Chinese guy from the USA and one Indian. They were really interested in our multi-agent-system architecture, the communication between the agents and between the agents’ high- and low-level, as well as the path finding algorithm. I really liked the international atmosphere of the conference and I also had a look at some other interesting posters and talked to people from all over the world. The thing which was not that good was that our session ‘Mechatronics and Robotics’ was not specialized on agent systems or ontologies and so the range of topics was very wide and a lot of them had absolutely nothing to do with our topic.

Constantin Reinprecht, Christian Hudec, Stephan Auer, Benjamin Grössing and DI Wilfried Lepuschitz in front of their posters

16 March 2010

We again went to sit in some sessions and we heard some interesting presentations about several topics, presented from people from all over the world. Especially the RFID session  was quite interesting and some presentations were not too technical which helped me a lot to understand the basics of this topic.

Benjamin Grössing, Christian Hudec, Constantin Reinprecht and DI Mag. Gottfried Koppensteiner at the ICIT 2010

17 March 2010

In the morning we went to the conference to listen to the first plenary speech about Energy storages for renewable energy. In my opinion the speech was really interesting, but sometimes too technical for me and so I unfortunately did not understand the technical details the presenter mentioned. All of us went to the last session about Robotics and I think that session was one of the best ones because it was really interesting for me and very general so that you could follow very easily without detailed knowledge about this specific technical sector. After the end of the conference at about 6.40 pm we went to the beach to enjoy the sun.

Stories about our three day trip to the Easter Island will follow in the next article.

Constantin Reinprecht

IEEE-ICIT 2010 conference Chile – 1

Chile journey to visit the IEEE-ICIT 2010 confernce on Industrial Technology in Vina del Mar, Chile
9-26 March 2010

Through working in the FUNSET project we (Stephan Auer, Benjamin Grössing, Christian Hudec and Constantin Reinprecht) had the chance to present our work at an international conference in Vina del Mar, Chile in March 2010.

10 March 2010

After 14 hours of flying, we finally arrived at Santiago de Chile airport. The first thing I noticed was the sun and the warm air. Finally summer! It took us about two hours to get through passport control and luggage x-ray check. We were scared that our tour guide Nico might not be waiting anymore but fortunately he was. In the afternoon we walked through Santiago to get to know the Chilean way of life. We visited some food markets which are called ‘la vega’. I really liked the broad variety of fruit, vegetables, fish and seafood.

Plaza de Armas, Santiago de Chile

11-12 March 2010

We went hiking in the Andes to see the Morado glacier. It was awesome because it was quite warm outside (I think around 20 degrees) and you stand next to ice. After the cool hike we all went to hot thermal baths which are called baños colinas. It was awesome because we laid in the termal baths and watched the sunset.

Constantin Reinprecht, Christian Hudec, Stephan Auer and Benjamin Grössing in front of the Morado glacier

13 March 2010

We had traditional Chilean ‘corn pie’ for lunch which tasted quite good but a bit too sweet for me. The landscape on our way to the conference in Vina del Mar changed completely as we passed huge vineyards. I was very excited because my first international conference will start tomorrow and we will present our work in two days.

Stories about the conference and if our presentation went well will follow in the next articles.

Constantin Reinprecht

FUNSET-Forscher in China auf einer IEEE Konferenz

Gruppenfoto vor der Konferenz

Gruppenfoto vor der Konferenz

Florian Würrer, Andreas Harapat, Simon Strobl und Raphael Riemer repräsentierten die Werke der jungen FUNSET-Forscher auf der 11-tägigen Forschungsreise zusammen mit Dr. Munir Merdan und DI Mag. Gottfried Koppensteiner in China. Dabei standen ein Treffen mit Forschungspartnern der Peking University sowie die Präsentation bei der IEEE Conference about Future Information Technology and Management Engeneering im Mittelpunkt. Lesen Sie hier den 2.  Bericht von Raphael Riemer (aus Sanya) über deren Erlebnisse und Erkentnisse aus dem Reich der Mitte.

13.12.2009

7 Uhr morgens, der Handywecker klingelt. Mit dem Bedürfnis, diesen abzustellen und sich nochmal umzudrehen, müssen wir doch zeitig aufstehen, denn immerhin beginnt heute endlich der erste Konferenztag in Sanya, weswegen wir letztendlich auch in China sind! Ein wenig nervös vor der heutigen Präsentation treffen wir uns pünktlichst um 7:30 beim Frühstück, und nach ein paar Stärkungen, mit der Malaria-Vorbeugungstablette intus, geht’s ab ins Zimmer, bei Sonnenschein und Strandfeeling in die Jeans und das Hemd, und schlussendlich ab nach unten zum Caddy-Boy, der uns zum Konferenzhotel bringt. Denn das sogenannte „Convention Center“ befindet sich etwa 15 Gehminuten von unserem Hotel entfernt, für verwöhnte 5 –Sternegäste, wie uns, natürlich 15 Minuten zu viel.

Rechtzeitig treffen wir kurz vor 8:30 ein, bewundern die noble Ausstattung des Konferenzgebäudes, und finden uns im Präsentationssaal ein, wo außer uns etwa zu 100% Chinesen gemeinsam mit uns auf die schon sehr gespannte Eröffnungsrede warten. Ein riesiges Plakat, auf dem die Namen der Konferenzen (es finden nämlich außer unserer noch 3 weitere an den selben Tagen statt, im selben Raum) aufgelistet sind.

Dann, endlich, beginnt offiziel der erste Konferenztag im Convention Center HNA Resort Sanya, wir werden höflichst begrüßt, und in weniger verständlichem, chinesischem Englisch wird uns der Ablauf des heutigen und morgigen Tages erklärt, auf die wir uns zunächst schon freuten. Vor unserem Auftritt zu Beginn der ersten „Oral Session“ von 14-16 Uhr sollten uns 2 außergewöhnliche Personen ihre aktuellen, wissenschaftlichen Arbeiten präsentieren (Keynode speeches). Wie man dem Konferenzprospekt entnehmen konnte, sollte es sich hierbei um wirklich tolle Präsentationen und Arbeiten von sehr guten Wissenschaftlern handeln, wenn man gelesen hat, dass Herr Chin-Chen Chang (Taiwan, wobei Chin-Chen der Vorname ist), der erste Präsentant, in insgesamt 990 Veröffentlichungen vorkommt, was mehr als bemerkenswert ist. Nun ja, nach seiner einstündigen Präsentation über A Data Hiding Method for Text Documents Using Multiple-Base Encoding war uns klar: das Niveau im Bezug auf Präsentationstechniken und Englischkenntnisse findet im Asiatischen keinen Anhang an das europäische Niveau. Stockende Sätze, durchgehende „Ähm“ ließen das Thema, welches eigentlich sehr interessant schien, sichtlich langweilig erscheinen, wie man hier nur unschwer erkennen kann:

Aufmerksame Zuhörer?

Aufmerksamer Zuhörer?

Verzweifelt oder Müde?

Verzweifelt oder Müde?

Liegt vielleicht auch daran, dass in dieser einen Stunde der Inhalt von genau 10 (!) Powerpoint-Folien behandelt wird.

Im zweiten Vortrag sieht die Sache schon etwas anders aus. Hier wird mit den kompliziertesten Matrizen-, Funktions- und Summenformeln um sich geworfen, dass so ziemlich niemand diesem 30 Minuten-Vortrag mit 60 Folien folgen kann. Das typische chinesische Englisch ist einfach nicht zu verstehen, nachdem ich für mich durch die Schnelligkeit des Sprechverhaltens des zweiten Präsentanten sowieso nur spanisch (oder in dem Fall, chinesisch) verstehe. So kommt für mich persönlich auch das zweite Thema, Design and Analysis of High-Capacity Associative Memories Based on Recurrent Neural Networks, ziemlich unscharf rüber.

Nichts desto trotz geht es anschließend zu Mittag schnell zurück ins Hotel, es wird gegessen, und die Präsentation über unser Paper noch kurz besprochen. Selbstsicher und satt geht es dann auch wieder zurück ins Center, eine Menge von ca. 20 Personen der ursprünglichen Zahl, die den Saal doch fast ausgefüllt hat (geschätzte 70), verirrt sich wieder in den Präsentationsraum. Kaum schlägt es 14 Uhr, wird die erste Oral Session eröffnet, und wie erwartet, werden die Autoren von A Decision Support Algorithm for Ontology-based Negotiation Agents within Virtual Enterprises auf die Bühne gerufen.

The audience is listening

The audience is listening

Ganz richtig, das sind wir! Und so geben Herr Mag. Professor Koppensteiner und Strobl Simon ihre Präsentationstechniken und Englischkenntnisse zum Besten und zeigen den Anwesenden, wie man richtig präsentiert.

DI Mag. Koppensteiner und Simon Strobl bei der Präsentation

DI Mag. Koppensteiner und Simon Strobl bei der Präsentation

Nach einigen weiteren Präsentationen über Themen wie An Innovative Education System for International Service Engineering oder Development of a robot flight-simulator education programming system for beginners based on Web 2.0 – ARFLIS neigt sich die erste Oral Session gegen 16 Uhr ihrem Ende zu, was für uns auch das Ende des heutigen, sehr spannenden ersten Konferenztages bedeutete. Wir freuen uns auf jeden Fall schon auf den morgigen, zweiten Tag, der verspricht, mit einem noch außergewöhnlicherem Wissenschaftler, der eine Keynode Speech halten wird, noch interessanter zu werden als der heutige.

14.12.2009

Auch heute fällt das Aufstehen nach dem gestrigen gemütlichen Billiardabend mit einem anschließenden „Local Beer“ nicht sehr einfach, dennoch kommen alle wieder rechtzeitig auf die Beine, denn der heutige Programmablauf passt sich an den gestrigen doch sehr an.

Bereits um 8:30 beginnt die mit größter Spannung erwartete Key-Node Speech eines Wissenschaftler von der Oklahoma University, welcher mit hervorragendem Präsentationverhalten und gutem Englisch seine Mithörer bei Laune hält.

Ebenso, wie gestern, gibt es eine im Anschluss an die erste folgende Key-Node Speech jenes aufmerksamen Wissenschaftlers, den man oben imBild bewundern kann. So wie sein Verhalten (denn er hat ca. bei jeder Präsentation geschlafen) ist auch seine Präsentation über ein Thema, dessen Name sich zu merken es nicht wert ist. Ein überdurchschnittlich schlechtes Englisch, gepaart mit einem „Stichwortzettel“, der sich ungefähr über die ganze Projektionsleinwand ausbreitet (er hat die ganze Folie mit seinem Text gefüllt und 1:1 abgelesen), lassen uns den heutigen Konferenztag mit gemischten Gefühlen verlassen.

Doch trotz all dem nehmen wir viele Informationen über interessante Themen, welche teilweise auch gerade in der Schule wichtig sind, viele neue Erfahrungen mit der Kultur Asiens oder der ersten Präsentation vor internationalem (asiatischem) Publikum / Wissenschaftlern mit, denen wir laut Herrn. Professor Koppensteiner beim gestrigen Abendessen in Erinnerung geblieben sind, nachdem man über einen „young student“ genuschelt hat, der seine Sache sehr gut gemacht haben soll, obwohl er doch erst so jung ist (Simon Strobl).

An dieser Stelle bleibt zu sagen, dass sich die Mission FITME-Konferenz ihrem Ende nähert, denn bereits morgen geht es am Abend in einem 16 Stunden – Trip von Sanya nach Peking über Frankfurt nach Wien. Und genau deswegen möchte ich mich im Namen der 4 Schüler (Würrer, Harapat, Strobl, Riemer) herzlichst bei der Schule und der technischen Universität bedanken, die uns diese Reise, die uns sehr viel gelehrt hat, ermöglicht und zum Teil finanziert hat, denn ohne diese großartige Unterstützung wäre das nicht möglich gewesen.

                                                                                                                                             Raphael Riemer, 14.12.2009 Sanya, China

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