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FUNSET Science (Future Network-Based Semantic Technologies)-Blog

FUNSET-Forscher im Reich der Mitte – Meeting mit Projektpartnern aus China

Gruppenfoto mit Dr. Hao Wang und seinem Student

Florian Würrer, Andreas Harapat, Simon Strobl und Raphael Riemer repräsentierten die Werke der jungen FUNSET-Forscher auf der 11-tägigen Forschungsreise zusammen mit Dr. Munir Merdan und DI Mag. Gottfried Koppensteiner in China. Dabei standen ein Treffen mit Forschungspartnern der Peking University sowie die Präsentation bei der IEEE Conference about Future Information Technology and Management Engeneering im Mittelpunkt. Lesen Sie hier die Berichte von Florian Würrer (Peking) und Raphael Riemer (Sanya) über deren Erlebnisse und Erkentnisse aus dem Reich der Mitte.

6.12. Ankunft im Reich der Mitte

Wir kamen zeitlich in der Früh am Flughafen Beijing in China an, erstaunt von dem kreativen Einfallsreichtum und den enormen Ausmaßen des Flughafens folgten wir den Anweisungen bis zu dem ersten Check, der Quarantäne. Ich war während dem Flug leicht erkrankt und hatte die Befürchtung, Probleme mit der Einreiße in Sachen Quarantänebestimmungen zu bekommen, da zur Zeit strengere Kontrollen wegen der umgehenden Schweinegrippe sind. Doch außer einer kleinen Befragung seit wann ich denn die Symptome habe und ob ich glaube das es Grippe ist lief alles reibungslos. Wir passierten also die Quarantäne und auch beim SecurityCheck war keinerlei Grund für Sorgen. Mit einem Zug, welcher nur für den Transport innerhalb des Flughafens existierte gelangten wir zu der Gepäckausgabe. Gepäck sichten, ergreifen und ab nach Beijing lautete die Devise welche nach kurzem warten beim Förderband auch sofort umgesetzt wurde.

Mit einem Taxi ging es also Richtung Hauptstadt auf einer 5 (oder mehr?) spurigen Autobahn. Wie wir nicht nur an diesem, sondern auch an jedem anderen Tag in China festgestellt haben an dem wir mit dem Verkehr in Kontakt kamen, war das die Hupe von der Priorität mit dem Gaspedal gleichzusetzten ist. Aber zu dem Verkehr kommen wir später noch.

Angekommen, etwa um 9 Uhr erreichten wir das Hotel „Double Happinness“ in einem typischen chinesischen Arbeiter Viertel. Das Hotel selbst ein Traum, zwar keine 5 Sterne, ich weiß nicht einmal wie viel Sterne es hatte aber ich würde ihm einige geben. Denn bis auf das für mich zu harte Bett hatte ich rein gar nichts auszusetzten. Ein kleines traditionelles typisches Chinesisches Hotel, mit handgefertigter Innenmöblierung und wohlig heimlichen Zimmern. Wir rasteten uns um die zwei bis drei Stunden von dem langen Flug aus, allein von Frankfurt nach Peking 9 Stunden und 40 Minuten, die 5 Stunden Wartezeit am Frankfurter Flughafen exklusive. Ausgerastet aber dennoch sichtlich gezeichnet vom Jetlag marschierten wir von unserem Hotel über eine der größten Einkaufsstraßen(name nachschlagen!!) zum Tia’nem Square, auch fälschlicher weiße bekannt als Platz des himmlischen Friedens. Noch auf der Einkaufstraße suchten wir ein Restaurant für die mittägliche Verpflegung und entschlossen Schlussendlich, wofür man sich eigentlich schämen sollte, für das einzig nicht chinesische Restaurant, KFC. Gesättigt gingen wir unseren Weg weiter bis zum Tia’nem Square welcher wirklich enorme Ausmaße besitzt. Da wir aber nicht ganz vollzählig und eben auch leicht angeschlagen von dem Flug waren, folgten wir unserem Quasi-Reiseführer Gottfried durch einen Markt Richtung Heimwärts. Dieser Markt muss meiner Meinung nach besonders erwähnt werden, da das Essensangebot von lebendem Skorpion über Seesterne bis hin zu Raupen führte und dort noch lange nicht endete.  Im Hotel zurück besprochen wir was für eine spezielle Küche wir für unser Abendmahl bevorzugten und entschieden uns für eine besondere Art von BBQ. Dieses Restaurant war nahe unserem Hotel doch die Bediensteten konnten kein Wort Englisch was zu gewissen Sprachbarrieren geführt hat. Doch nach den anfänglichen Problemen bekamen wir einen Tisch und einen Kellner, der zwar auch kein Englisch konnte aber immerhin zeigte er uns per Gestik was zu tun war. Wir saßen nun riesigen Tellern voll mit Gemüse und vor allem sehr sehr viel Fleisch gegenüber welches wir nun auf den Griller in die Mitte des Tisches befördern mussten, mit Stäbchen versteht sich. Es funktionierte irgendwie, doch als unser Kellner das Ruder übernahm ging die Show so richtig los, Essen ohne ende bis man aus allen Nähten platzt. Zum Glück ist letzeres nicht passiert aber wir waren schon ziemlich gesättigt und machten uns am Heimweg um unsere erste Nacht in dem Hotel hinter uns zu bringen.

6.12 Meeting mit Prof. Dr. Hao Wang und seinen Studenten

Beim Meeting in der Peking University

Montagmorgen, 6 Uhr, letzte Vorbereitungen für die Präsentation und dann durch den Hof bei -5° zum Frühstück, wahrlich nicht der angenehmste Morgen dieser Reiße aber definitiv einer der wichtigsten, denn dieses Meeting war von großer Bedeutung! Fertig mit dem Frühstücken ab ins Taxi Richtung University of Beijing. Schöne Idee jedoch kam uns die harte Realität des Pekinger Verkehrs entgegen und wir verbrachten mindestens 1 ½ Stunden in einem Taxi mitten im Frühverkehr von 15 Millionen Menschen. An dem Punkt lernt man einen Gürtel oder eine Süd-Ost Tangente in Wien zu schätzen. Doch jede Odyssee hat ein Ende so auch diese Taxifahrt und wir kamen mit etwas Verspätung zu unserem Treffen. Kurz durch den Campus geführt, welcher von außen etwas verfallen wirkt aber im inneren  wirklich ansehnlich ist, zumindest in dem Gebäude wo das Meeting stattfand, kamen wir zu dem bereits erwähnten Meeting. Es war ein Gespräch von hohem Niveau über unterschiedliche Forschungsgebiete. Ich selbst war enorm von der Arbeit Mr. Wang’s fasziniert. Eine Arbeit über Teile von Heat Transport, vor allem interessierte mich die Theorie bzw. das Gebiet der Krebsforschung, in der er Versucht Krebszellen mit Hitze zu vernichten ohne den Körper nachträglich zu schaden. Nachdem jede Gruppe nicht nur sich selbst sondern auch die eigenen Projekte vorgestellt hat fand noch ein Wissensaustausch durch Fragestellungen beider Parteien statt welches sehr positiv verlief. Anscheinend so Positiv das wir bei unseren chinesischen Partnern das Interesse geweckt haben im Februar vielleicht nach Österreich zu kommen um bei uns Ihre Arbeit vorzustellen. Nach dem Gespräch und einem anschließenden Gruppenfoto ging es mit Mr. Wang Richtung Innenstadt, ein Teil fuhr mit einem seiner Studenten mit dem Taxi, der andere Teil mit Mr. Wang selbst zu einem exquisiten Restaurant um Pekingente zu verzehren. Das Restaurant sah sehr teuer aus und wir nahmen in einem eigenen Raum nur für unsere Gruppe, Mr. Wang und seinem Studenten platzt. Es wurde danach in Reihenfolge diverse Möglichkeiten an Pekingente serviert und vorgeführt und auch andere Speisen nebenbei hereingetragen. Ich war sichtlich überwältigt von der Fülle der Speisen und den verschiedenen Geschmacksrichtungen.

Mr. Wang war leider den Rest des Tages verplant aber sein zuvorkommender Student führte uns durch den Sommerpalast, welcher im Winter eher nicht so Empfehlenswert ist, schon allein im Angesicht von Temperaturen unter 0°. Nach dem der Besichtigung des Sommerpalasts fuhren wir per Taxi wieder zur Universität zurück und trafen 2 andere Studenten welche uns ein typisches Chinesisches Teehaus mit Abendvorstellung zeigten.  Das Teehaus ist angeblich eines der Berühmtesten in Peking, unter anderem Besuchten auch schon unser derzeitiger Präsident Heinz Fischer dieses Lokal und genießte die abendliche Vorstellung mit grünem Tee und Teegebäck. Zu dem Teehaus und zurück Heim kamen wir mit der U-Bahn. Das U-Bahnnetz in Peking ist mindestens 4mal so groß als das Wiener Ebenbild und es ist daher auch leichter sich zu verfahren. Denn wir sind bei der Heimreise bei einer falschen U-Bahn Station ausgestiegen und waren dann dazu verdammt über eine Stunde durch das nächtliche Peking zu wandern in Gegenden welche auch bei Tag nicht ganz geheuer wirkten. Doch wir fanden eine Person die uns Heimgeführt hat, dieser Mann kannte zwar kein Wort Englisch und schon gar nicht Deutsch aber man verständigte sich mit Zeigen und Deuten. Das Misstrauen war groß zumal er einfach losging und nicht mehr von unserer Seite wich, wir genossen diese Hilfe mit einer gewissen Vorsicht aber als wir bei der Straße angelangt waren in der sich unser Hotel befand und er sich von uns verabschiedete und nicht einmal das Geld annehmen wollte das wir ihn für seine Hilfe angeboten haben, begriffen wir das das Misstrauen unfair und unnötig war.

7.12 Die Große Mauer

Der 3te Tag in der Hauptstadt des chinesischen Reichs fing um 7 Uhr beim Frühstück an. Kurz darauf machten wir uns mit unserem grandiosen Taxifahrer auf den Weg zu einem der 7 Weltwunder, der großen Mauer von China. Eine längere Fahr mit einigen Erklärungen bezüglich Bebauungen auf dem Weg oder Geschichtliches endete dann am Fuße einer Hochseilbahn welche uns zu einem Punkt der großen Mauer transportierte. Doch bevor wir zu der Bahn kommen konnten mussten wir erst unseren Weg durch die wahnsinnigen Horden von Tourismus Mongolen und Souvenir Verkäufern kämpfen. Dies hört sich wie ein Spaß an war aber tödlicher Ernst!(oder so ;) ) Wir fragten unseren inzwischen zum Weggefährten gewordenen Taxifahrer ob er nicht mit uns die Mauer bezwingen wolle, darauf schloss er sich kurzerhand unserer Gruppe an. Vormals zu sechst nun zu 7bent fuhren wir auf die Mauer und marschierten diese entlang. Zu erwähnen ist, dass das Wetter so genial war, keine einzige Wolke am Himmel und purer Sonnenschein.

FUNSET-Science auf der chin. Mauer

Dies war eine wirklich schöne Abwechslung zu der smogverschleierten Sonne und dem grauen diesigen Himmel in Peking. Nach einer erschöpfenden Erkundung der großen Mauer aßen wir am Fuße der der Seilbahn zu Mittag und kauften die einen oder anderen Souvenirs. Doch dies war noch nicht das Ende der Reise, weiter ging es mit einem Besuch in den Underground Palace, einer Grabstädte eines Ming- Kaisers welche unterirdisch angelegt wurde. Der Silk-Factory in der uns die Entstehung der Seide nähergebracht wurde und zu guter letzt besuchten wir den Silk-Market um etwas einzukaufen und uns umzuschauen. Dort aßen wir auch gleich, bei einem großen Buffet. Nach dem sättigenden Mahl ging es dann durch den Abendverkehr heimwärts.

8.12 The Forbidden City

Am letzten Tag in Peking, starteten wir genauso früh wie an den Tagen zuvor. Nach einem Marsch über etwa 40 min. erreichten wir gegen halb 9 die Verbotene Stadt, welche im Winter nicht ganz so eindrucksvoll ist wie wahrscheinlich im Sommer aber dennoch imposant schon allein was die Größe und die detailgetreue angeht. So besichtigten wir also die Verbotene Stadt leider ohne englische Führung. Trotz der eisigen Temperaturen und etwaigen Sprachprobleme gingen wir durch den größten Teil der Stadt. Nach meiner Empfindung nach war es trotz einiger Probleme sehenswert und ich würde es mir wieder anschauen. Zurück im Hotel packten wir nur noch die restlichen Sachen und machten uns auf den Weg Richtung Flughafen. An dem um 14:40 unser Flug nach Sanya abhob.

Forbidden City - Florian Würrer, Raphael Riemer, Dr. Munir Merdan, Simon Strobl, Andreas Harapat

Florian Würrer, Jungforscher der HTBLVA Technologisches Geswerbemuseum

Abteilung für Informationstechnolgie, Forschungsgruppe: Automatisches Mapping & Merging von Ontologien

27. Dezember 2009, 12:47 Trackback-URL, RSS 2.0 für diesen Eintrag.

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