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BG-Nonntal: Gletschermessung

Blogeintrag: Bastian Auer, Florentine Brunner, Manuel Goditsch, Jakob Lindsberger, Sophie Janny

Am 2 Juni starteten wir unsere Arbeit am Gletscher. Die Vorzeichen waren denkbar ungünstig, weil schlechtes Wetter für die folgende Woche prognostiziert wurde. Deswegen stand uns statt vier Tagen nur einer, dafür ein sonniger zur Verfügung. Um 8 Uhr fuhren wir mit dem Bus in Richtung Ramsau am Dachstein. Dort angekommen strahlte uns die Sonne entgegen und wir konnten es kaum erwarten mit den Messungen zu beginnen.

Um einen ultra-violett glühenden Kopf zu vermeiden schützten wir uns mit Sonnencreme und fuhren auf den Gletscher. Dort trafen wir Helmut Hausmann (Geophysiker, TU-Wien) und Markus Keuschnig (Geograph, NAWI – Salzburg). Dank eines Vorbereitungskurses wussten wir bereits wie die Navigationsgeräte funktionieren. Ohne größere Schwierigkeiten konnten wir die Messpunkte aus dem Jahr 1968 finden. Im Schnee bauten wir das mitgebrachte Georadar auf, das uns von den zwei Wissenschaftern erklärt wurde.

Aufbau des Georadars

Aufbau des Georadars

Ein Georadar misst die Mächtigkeit des Eises und besteht aus einer Sender- und einer Empfänger-Antenne. Der Sender schickt einen Impuls mit einer bestimmten Frequenz nach unten. Dieser wird an den verschiedenen Schichtgrenzen (z.B. Übergang von Eis zu Gestein) reflektiert und vom Empfänger aufgenommen. Mit der entstandenen Zeitdifferenz hat man die Möglichkeit, die zurückgelegte Strecke/Eisdicke zu errechnen. Diese Daten wurden direkt am Laptop gespeichert.

Messen mit dem Georadar

Messen mit Georadar

Um ein Längenprofil zu erstellen verschoben wir dann das Georadar je um einen Meter, damit wir möglichst viele Daten erhielten. Schlussendlich hatten wir am Schladminger Gletscher eine Strecke von 400 Metern zurückgelegt. Anschließend maßen wir auch noch ein 200m langes Profil am oberen Hallstätter Gletscher ein.

Schüler am SchaufelnLehrer am schaufeln

Schüler und Lehrer beim Schaufeln

Außerdem durften wir die Erfahrung machen, dass es viel anstrengender ist die Schneedicke zu messen, als die Eisdicke. Hierbei konnten wir nicht einfach ein Georadar über den Gletscher schleifen (dazu wären andere Antennen von Nöten gewesen), sondern waren dazu gezwungen so tief zu graben, bis wir mit der Sonde auf Eis gestossen sind. Die größte gemessene Schneetiefe betrug 3,80 Meter.

03. Juni 2008, 15:41 Trackback-URL, RSS 2.0 für diesen Eintrag.

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