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Abschluss der Messungen am Freya Gletscher

Zum Abschluss unserer Messungen begeben wir uns nun noch einmal auf den Freya Gletscher. Das Wiener Team hat die Eisdicken- und Akkumulationsmessungen bereits abgeschlossen, für das Team Innsbruck steht aber noch die Schneechemie- Vergleichsmessung aus. Schon einmal haben wir 4 Schächte am Freya Gletscher schneechemisch beprobt, um Informationen über den Schmutzeintrag (natürlich und menschlich verursacht) der Schneedecke in dieser Region Grönlands zu erlangen. Diesmal möchten wir die Schneedecke noch einmal analysieren, um den Einfluss des eingedrungenen Schmelzwassers abschätzen zu können. Schon bei der Fahrt zum Freya Gletscher wird klar, dass sich die Bedingungen bereits sehr stark geändert haben. Wo wir vor drei Wochen noch in mehr als einem halben Meter Pulverschnee versunken sind, haben wir jetzt mit Schneematsch zu kämpfen, wodurch unsere erlernten Skidoo-Kenntnisse wirklich auf die Probe gestellt werden. Ohne Schlitten schaffen wir es aber noch einmal über alle Steilstufen auf den Gletscher zu kommen und die letzte Messaktion dieses Aufenthaltes schließen wir erfolgreich ab.

An drei Stellen des Freya Gletschers können wir Dichte, Temperatur, Feuchte und Struktur der Schneedecke erneut bestimmen und nehmen wieder fast 50 Schneeproben zurück zur Station mit. Auch messen wir einmal mehr die Temperaturen der Schneedecke in einem Raster über den Gletscher verteilt und können so den Temperaturanstieg durch das Eindringen der mittlerweile schon beträchtlichen Sonnenstrahlung quantifizieren. Die Schneetemperaturen in 20 cm haben bereits um etwa 10°C zugenommen, seit wir vor drei Wochen das erste mal hier gemessen haben. 24 Stunden Sonnenschein wirken sich hier sehr schnell auf den Aufbau und die Temperaturen der Schneedecke aus. Nachdem wir unsere Arbeiten nun wirklich abgeschlossen hatten, können wir uns auch noch einen Wunsch erfüllen, über den wir seit Beginn unserer Zeit in Grönland schon nachgedacht haben. Auf einem Gipfel oberhalb des Freya Gletschers verbringen wir bei idealen Wetterbedingungen einen ganzen Tag, um jede Stunde ein Panorama zu schießen. Zusammengefügt illustrieren die Panoramen den Verlauf der Sonne beeindruckend und für jeden von uns wird dieser Tag zu einer bleibenden Erinnerung. Wie sich die Sonne gegen Mitternacht dem Horizont annähert, um dann wieder aufzusteigen und uns mit diesem unvergleichlich sanften Licht wärmt, wird uns bewusst, wie viel Glück wir während dieses Grönlandaufenthalts hatten. Diesmal hat auch Dank eines ausgeklügelten Schichtsystems niemand verschlafen und wir alle sind sehr froh, dass wir dieses Panorama als Souvenir unserer Zeit in Zackenberg mit nach Hause nehmen können.


Gegen neun am Abend brechen wir wieder nach Zackenberg auf und steuern unsere Skidoos durch den wassergesättigten Schneematsch. Als wir die inzwischen beträchtlich größer und tiefer gewordenen Wasserlacken am Fuße des Gletschers erblicken, zweifeln wir fast schon, dass wir da durchkommen ohne die Skidoos zu versenken. Zwei von uns fahren mit den Skiern zu den Lacken, um die seichtesten Stellen ausfindig zu machen, und dann heisst es alles oder nichts: Entweder mit voller Geschwindigkeit und ohne zu lenken durch (so soll man angeblich auch einige Zeit auf einem See über Wasser halten können, siehe James Bond) – oder steckenbleiben und absaufen… Es spritzt nach allen Richtungen, aber 50 Meter weiter hinten erreichen wir wieder festen Boden. Wieder einmal eine Situation, die 15 km von der Station entfernt durchaus unangenehm hätte werden können. Bei der Heimfahrt über den Tirolerfjord bemerken wir das erste Mal Risse im Meereseis. Als wir die Skidoos am Abend vor der Station parken, ist uns klar, dass das wohl eine der letzten Fahrten für diese Saison war, weil die Bedingungen schon zu schwierig sind und das Risiko des Einsinkens im Matsch zu hoch ist.

Gegen neun am Abend brechen wir wieder nach Zackenberg auf und steuern unsere Skidoos durch den wassergesättigten Schneematsch. Als wir die inzwischen beträchtlich größer und tiefer gewordenen Wasserlacken am Fuße des Gletschers erblicken, zweifeln wir fast schon, dass wir da durchkommen ohne die Skidoos zu versenken. Zwei von uns fahren mit den Skiern zu den Lacken, um die seichtesten Stellen ausfindig zu machen, und dann heisst es alles oder nichts:

Entweder mit voller Geschwindigkeit und ohne zu lenken durch (so soll man angeblich auch einige Zeit auf einem See über Wasser halten können, siehe James Bond) – oder steckenbleiben und absaufen… Es spritzt nach allen Richtungen, aber 50 Meter weiter hinten erreichen wir wieder festen Boden. Wieder einmal eine Situation, die 15 km von der Station entfernt durchaus unangenehm hätte werden können.

Bei der Heimfahrt über den Tirolerfjord bemerken wir das erste Mal Risse im Meereseis. Als wir die Skidoos am Abend vor der Station parken, ist uns klar, dass das wohl eine der letzten Fahrten für diese Saison war, weil die Bedingungen schon zu schwierig sind und das Risiko des Einsinkens im Matsch zu hoch ist.

Sobald unsere Schneeproben aufgetaut sind, werden wir erste Parameter (PH-Wert und Leitfähigkeit) hier im Labor auswerten, eine detaillierte Ionenanalyse erfolgt dann später in Innsbruck.

AGRT ‘Zackenberg 2008′

28. Mai 2008, 12:21 Trackback-URL, RSS 2.0 für diesen Eintrag.

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