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Kollegium Kalksburg – Gletscherwoche am Goldbergkees

Von 8.-12. September fuhr die 4 C-Klasse mit ihrer Klassenvorständin Prof. Bauer-Moser, Prof. Kucera und zwei Eltern (Herrn Mag. Zulehner und Frau Knoll) ins Rauristal in den Nationalpark Hohe Tauern. Dort liegt der Gletscher „Goldbergkees“, der von den Glaziologen Zentralanstalt für Meteorologie (ZAMG) regelmäßig vermessen wird.


Neben einer botanischen, geologischen und zoologischen Führung durch einen Nationalparkranger des Nationalparks standen vor allem wissenschaftliche Messungen am Gletscher im Vordergrund. So wurden Pegelstände vermessen, um das Abschmelzen des Gletschers zu dokumentieren, neue Pegelbohrungen von den Schülern mit einem sog. Dampfdruckbohrer durchgeführt und der Gletscherrand und die Längenänderung des Goldbergkeeses gegenüber dem Vorjahr mittels GPS bestimmt. Dank der sehr guten Betreung von vier Mitarbeitern der ZAMG konnten die Kinder einen Blick ins wissenschaftliche, aber auch sehr praktische Arbeiten erfahren. Weiters wurden sie auf das massive Abschmelzen der Gletscher aufmerksam und somit unmittelbare Zeugen der globalen Klimaerwärmung.

Gemeinsam mit den Gletscherforschern der ZAMG wanderten wir entlang des Gletscherlehrpfades Goldbergkees durch das Rückzugsgebiet des Goldbergkeeses seit dem letzten Gletscherhochstand in der sogennanten Kleinen Eiszeit um 1850. Wir konnten die Endmoränen von 1850 und 1920 gut erkennen und verfolgten die Entwicklung der Vegetation im Laufe der Zeit seit dem Abschmelzen des Eises an der verschiedenen Stellen. An vielen Steinen kann man noch das Abschleifen durch das Eis erkennen. Viele Seen Österreichs sind von diesen Endmoränen ehemaliger riesiger Gletscher gebildet worden, z.B. Attersee und Traunsee.

Wir haben Messungen gemacht, wo man sieht ob der Gletscher an Länge gewonnen oder verloren hat. Das haben wir geschafft, indem wir mittels GPS den Gletscherrand vermessen haben. Alle paar Meter machten wir einen Messpunkt und zeichneten ihn in einer Karte ein. Am Ende sah man an der Karte wie der Gletscher sich verändert hat.

Der Weg unserer Messung: Wir begannen am Schneefeldende und maßen das Geröllfeld hinunter, bis wir zu einem Einsturzbereich kamen, diesen Bereich konnten wir nur ungefähr messen. Als wir beim Messen ans Gletschertor kamen, mussten wir über einen Fluss springen, um zur anderen Gletscherhälfte zu gelangen. Am vierten Punkt erkannten wir, dass der Gletscher eigentlich weit zurückgegangen war.  Auf einer Karte trugen wir alle Koordinaten der Messpunkte ein.

Beim Rückweg vom Gletschertor zur Hütte über den Tauerngoldweg kamen wir bei den Ruinen des Rauriser Goldbergbaus, dem “Knappenhaus” und dem “Radhaus”, vorbei. Das Knappenhaus diente als Unterkunft der Bergknappen und im Radhaus trieb der Goldbergbach eine der weltweit ersten Seilbahnen an, mit der das goldhältige Gestein ins Tal befördert wurde.

06. Oktober 2008, 15:54 Trackback-URL, RSS 2.0 für diesen Eintrag.

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