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Pionierprojekt: BIPOLAR-Blog

Untersuchungen im “ewigen Eis”

(Eine Zusammenfassung der Gletscherwoche des BG Bachgasse Mödling auf der Pasterze von den Schülerinnen Tanja Aigner,  Vanessa Kantner und Katja Träge)

Tag 1 – 22.06.2008

Bereits in der Früh trafen wir uns am Mödlinger Bahnhof um unsere lange Reise, die 4 Tage dauern sollte, zu bestreiten. Um 10 Uhr waren dann Alle versammelt, wir stiegen in unseren Bus, grüßten den Busfahrer, Franz, und fuhren mit einem strahlenden Lächeln auf den Lippen und der Vorfreude auf die nächsten Tage los. 5 Stunden Fahrt verbrachte der Großteil der 5A mit deren Lieblings-Beschäftigung, dem Schlafen. Andere verbrachten die lange Zeit damit, um sich mit Büchern fortzubilden, Informationen über lebenswichtige Dinge mit dem Sitznachbarn auszutauschen oder politische oder andere Texte aus neumodischen Liedern herauszufiltern. Die 6.Stunde der Reise verbrachte die Gesellschaft mit einer Pause, in der man tun und lassen konnte was einem gefiel. Beispielsweise das Herfallen über gutes Essen oder andere Dinge. Nach der angenehmen Reise in dem komfortablen Bus erreichten wir endlich das Ziel unserer Begierde: Ein Gasthaus in den Bergen, eine Holzhütte mitten im Nirgendwo.

Also sammelten wir unser Gepäck ein, holten die Schlüssel zu unseren Zimmern (2-Bett-Zimmer für die feminine Seite der 5A, 4-Bett-Zimmer für die Maskuline) und eilten zwei Stockwerke hinauf um unsere Zimmer zu beziehen. Nach einer Stunde etwa war es dann endgültig geschafft, Schlafsäcke auszupacken und Bettwäsche zu beziehen.

Anschließend ging es hinunter zum Anpassen der Steigeisen, was auch einige Zeit dauerte.

Danach gab es Abendessen, viele waren gespannt was es auf so einer Hütte zu Essen geben sollte? All unseren schlechten Vermutungen zum Trotz gab es ein schmackhaftes 3-Gänge-Menü: Nudelsuppe, Schnitzel mit Petersilkartoffeln oder Teigtaschen und zu guter letzt ein leckeres Stück Kuchen.

Nach diesem sättigenden Mahl gingen wir Alle verschiedenen Freizeitbeschäftigungen nach. Anschließend, um halb 11 Uhr Abends krochen wir in unsere Schlafsäcke oder kuschelten uns unter die Decken, denn am nächsten Morgen sollte es früh hinausgehen: Auf den Gletscher.

Tag 2 – 23.06.2008

Bereits um 6 Uhr in der Früh war die gesamte 5A gezwungen sich aus deren flauschigen Nachtstätten zu erheben um hinaus in die Kälte zu gehen.
Wir taten wie gesagt und trafen uns zu einem leckeren morgendlichen Mahl am Frühstückstisch. Es gab alles was ein Schülerherz begehrte: Cornflakes, Joghurt, Obstsalat, Semmeln, Schwarzbrot und noch vieles mehr!
Nachdem wir gesättigt waren holten wir Alle unsere Rucksäcke mit Verpflegung und wärmenden Anziehsachen, dazu noch die angepassten Steigeisen und allerlei andere überlebenswichtige Dinge.
Als alle Schüler im Bus versammelt waren, ging es auch schon los. Ein paar Meter sollten wir den Berg mit dem Bus erklimmen…

…den Rest legten wir dann tapfer zu Fuß zurück.
Wir trafen uns mit den Wissenschaftlern der ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik), die uns bei unserer wichtigen Mission begleiten sollten und uns reichlich Information über die Umstände der verschiedenen Experimente gaben.
Schon von oben sah man die faszinierende Gletscherzunge.

So teilten wir uns in drei Gruppen auf: Die Erste sollte Fotos der Pasterze von verschiedenen Jahren vergleichen, die Zweite sollte die Temperatur an verschiedenen Orten der Gletscherzunge messen und die Dritte würde auf den Gletscher hinaufgehen um die Eisdicke und die Zusammensetzung zu messen. Je nach unterschiedlichen Temperaturbedingungen an den verschiedenen Orten die die drei Gruppen besuchten, kleideten die Teilnehmer sich auch unterschiedlich.

Alle Gruppen erfüllten ihre Aufgaben souverän, wenn auch mit verschiedenem Zeitaufwand.
Nach dem schweißtreibenden Ab- und Aufstieg hinab zu dem Gletscher und hinauf zu dem Parkhaus (Verwunderlich dass der Gletscher neben dem dreistöckigen Parkhaus so schnell abschmilzt, nicht?) erreichten wir erschöpft den Bus, fuhren zu unserem Gasthaus zurück und huschten gleich darauf Alle hintereinander in die warme, erfrischende Dusche.
Schon gab es wieder Abendessen: Diesmal eine herrlich warme Gemüsesuppe, gebackene Champignons oder Curry-Nudeln. Nur die Nachspeise blieb aus.
Auch am Ende dieses Tages gingen wieder Alle ihren Freizeitbeschäftigungen nach.

Tag 3 – 24.06.2008

Wieder erhoben wir uns in aller Frühe, nur etwas später als am vorigen Tag. Nach dem Frühstück führte uns unser Weg erneut hinauf auf den Gletscher-Berg. Auch teilten wir uns wieder in die drei Gruppen auf.
Zwei der Gruppen gingen dieses Mal jedoch nur kurz auf den Gletscher und wanderten dann entlang des Gletscherflusses bis zum Stausee und zur Hütte zurück. Die Wanderung war genauso schweißtreibend wie erwartet, aber trotzdem sehenswert.

Die dritte Gruppe begab sich auf den Gletscher und nahm weitere Messungen vor.
Wieder zurück gingen Alle duschen, um sich danach in der Gesellschaft anderer 5A’ler zu amüsieren und am Abend dann zum letzten Mal schmackhaftes Essen zu sich zu nehmen. Diesmal gab es Backerbsensuppe, Fisch mit Kartoffelsalat, aber keine Nachspeise, was alle bedauernswert fanden.
Am Abend gab es wieder einmal Freizeitbeschäftigung nach Wahl.

Tag 4 – 25.06.2008

Heute wurden wir von den sanften Sonnenstrahlen der aufgehenden Sonne geweckt, uns Allen wurde klar, dass dies der letzte Morgen in der wunderbaren Berglandschaft sein würde. So genossen wir gemütliches Aufstehen, nur um danach rasch alles zusammenzupacken, schnell zu frühstücken und uns zum zweiten Mal in vier Tagen in den Bus zu setzen. 6 Stunden Fahrt lagen vor uns. Gegen 16 Uhr kamen wir dann am Mödlinger Bahnhof an. Alle freuten sich wieder zu Hause zu sein und blickten trotzdem in guter Erinnerung auf die letzten drei Tage zurück. So ging der Alltag weiter, doch der Gletscher würde uns noch weitere Tage beschäftigen.

22. Oktober 2008, 14:51 Trackback-URL, RSS 2.0 für diesen Eintrag.

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