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Zusammenpacken und Abflug von Daniel

Nach diesen 3 weiteren anstrengenden Tagen im Feld sind wir alle ziemlich ruhebedürftig und verbringen unsere letzten beiden Tage hier an der Station. Vor unserem Abflug am Freitag gibt es noch einiges zu tun. Alle Messgeräte müssen wieder transportfähig verpackt werden und die Station muss für unsere “Ablöse” wieder auf Vordermann gebracht werden. Am Donnerstag wird Daniel, der sich bei den Feldarbeiten an der Schulter verletzt hat, frühzeitig von einer Twin Otter abgeholt und nach Island zur ärztlichen Behandlung geflogen. Er hat Glück, denn das Flugzeug ist unterwegs, um für die nördlich von Zackenberg gelegene Wetterstation Denmarkshavn Nachschub zu liefern und kann ihn ohne grossen Umweg mitnehmen. Trotz seiner verletzten Schulter und der damit verbundenen Zwangsruhepause verlässt Daniel – unser Radarspezialist – Zackenberg heute in bester Laune. Sollte das Wetter halten, werden wir ihm morgen nachfolgen, um ihn in Island vor der gemeinsamen Heimreise wieder zu treffen.

Die Twin Otter beim Anflug auf Zackenberg

Daniel beginnt die Heimreise einen Tag vor uns

Unser 3-wöchiger Aufenthalt hier an der Forschungsstation in Zackenberg war aus wissenschaftlicher Sicht ein voller Erfolg. Wir konnten unsere geplanten Messungen am Freya Gletscher auf grund der hervorragenden Logistik und der optimalen Bedingungen um diese Jahreszeit in recht kurzer Zeit durchführen und konnten die restliche Zeit für zusätzliche Messungen und Erkundungen nutzen, die eine optimale Basis für etwaige zukünftige Projekte schaffen. (Dazu ein Beispiel: Das ca. 25 km entfernte Olsen Icecap ist im Frühjahr in ca. 1.5 Stunden mit dem Skidoo erreichbar, während man im Sommer wenn kein Schnee mehr im Tal liegt ca. 2 Tagemärsche einplanen muss. Mehr als den eigenen Rucksack kann man da natürlich nicht mitnehmen, während man mit dem Skidoo auch größere Messgeräte, wie das Georadar oder automatische Wetterstationen transportieren kann.)

Jakob, Bernhard, Marc, Jörgen, Martin, Daniel, Gernot und Charlotte (von re. oben nach li. unt.)

Die hervorragende Kooperation sowohl mit den Leitern der Forschungsstation als auch mit den hier arbeitenden dänischen Wissenschaftern in Verbindung mit den der guten Logistik läßt die Durchführung von weiteren Forschungsarbeiten im Bereich von Zackenberg als sinnvoll und anstrebenswert erscheinen. Aus glaziologischer Sicht bleibt daher zu hoffen, dass die Forschungsstation Zackenberg auch nach dem Internationalen Polarjahr (IPY) genug Budget erhalten wird, um wie heuer schon im Frühjahr (März oder April) geöffnet zu werden.

AGRT ‘Zackenberg 2008′

28. Mai 2008, 12:22 Trackback-URL, RSS 2.0 für diesen Eintrag.

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