Alpensalamander · Blog · Sparkling Science

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Alpensalamander-Blog

Auf Salamandersuche mit der VS Annaberg


Am Freitag, den 11.11.11, waren wir (Ana, Robert, Julia & Magdi) mit der 3. Klasse der VS Annaberg und der Lehrerin Heidi Buchegger rund um Annaberg auf Salamandersuche unterwegs. Viele der Kinder hatten unter dem Jahr öfters Feuersalamander gesichtet. Wir wanderten auf der Sonnenseite entlang eines kleinen Baches hinauf und Lukas zeigte uns, wo er ganz in der Nähe seines Hauses schon oft eine Salamanderfamilie und auch Larven beobachtet hatte. Lukas bekam auch gleich den Auftrag, in der nächsten Salamandersaison ein Larvenmonitoring durchzuführen. Danach gings weiter den Berg hinauf durch einen wunderschönen Buchenmischwald. Auch dort fließt ein kleines Bächlein durch den Wald und beim richtigen, nassen Wetter wimmelt es dort sicher nur so von Feuersalamandern.

Dann besuchten wir noch einen Schüler bei ihm zuhause, denn er hatte öfters schon direkt vor der Haustüre Feuersalamander gefunden. Dort sind die Salamander schon vor dem Hausbau gewesen und anscheinend ist es ihnen ziemlich egal, dass da jetzt ein Haus steht, weil sie immer noch regelmäßig auftauchen. Solche “Haussalamander” würden wir auch gerne haben! :-)

Auf dem Weg zurück zur Schule wurden die Kinder dann doch noch fündig: auf einer kleinen Straße mitten im Ort klebte ein platter, schon länger überfahrener Feuersalamander. Leider nicht so, wie man Salamander gerne sieht, aber immerhin doch wieder ein Beweis dafür, dass es in Annaberg sehr viele Feuersalamander gibt.

Nach einem gemütlichen Mittagessen machten wir uns noch auf den Weg zum Lammertaler Urwald, wo die ältesten und höchsten Bäume Österreichs stehen. Wir wanderten durch einen wunderschönen, naturbelassenen, gesunden Mischwald und versuchten vergeblich, bis in die Kronen der Baumriesen hinaufzublicken. Dieser Wald ist etwas ganz besonderes und leider etwas sehr seltenes geworden. Es gibt nichts schöneres als einen gesunden Mischwald und daher ist es umso unverständlicher, dass jahrzehntelang die Wälder nur mit Nadelbäumen aufgeforstet wurden und immer noch viele Laubwälder abgeholzt werden. Mittlerweile sind wir bei einem Laubwaldbestand von weniger als 4% angelangt, was für viele Arten, die solche Wälder unbedingt zum Leben brauchen, nichts anderes als das Todesurteil bedeutet. Die Gegend rund um Annaberg ist ein Beispiel dafür, dass es auch in gebirgigen Lagen noch gesunden Laubmischwald gibt und was gibt es schöneres, als im Herbst auf den rot-gelb-orange-grün gefärbten Wald zu blicken?!

Wir genossen schließlich noch den Sonnenuntergang über dem Lammertal und wir freuen uns schon auf die nächste Wanderung mit der 3. Klasse der VS Annaberg, denn im Frühling bei Regenwetter werden wir sicher einige Feuersalamander finden! Vielen Dank an Heidi und die VS Annaberg, wir haben den Tag im Lammertal sehr genossen und konnten viele neue Erfahrungen sammeln! :-)

“Sparkling Science” Tagung in Wien


Funkelnder Sternenhimmel, voller Mond und drei Salamander-Menschen, die sich am Freitag Morgen etwas verschlafen auf den Weg in unsere Hauptstadt machten, um bei der „Sparkling Science“ Tagung live dabei zu sein. Insgesamt zum zweiten Mal fand die Tagung statt, bei der einige der Schulprojekte in der Technischen Universität Wien präsentiert und diskutiert wurden. „Sparkling Science“ wurde 2007 vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung ins Leben gerufen, um die Zusammenarbeit zwischen Unis/FHs und Schulen zu fördern. Insgesamt 167 Projekte gibt es bereits in den verschiedensten Forschungsfeldern (Naturwissenschaften, Technik, Informatik, Sozialwissenschaften etc.), und eines davon ist unser Alpensalamanderprojekt!

Gestärkt mit einer dringend benötigten Tasse Kaffee, lauschten wir (Robert, Ana und Julia) den Ansprachen von unserem Wissenschaftsminister (K. Töchterle) und vom Vizedirektor für Lehre der TU Wien (A. Prechtl). Es wurde über den großen Erfolg der „Sparkling Science“ Projekte in Österreich geschwärmt und über die Situation der Bildung in unserem Land mitunter heiß diskutiert.
Zu Mittag stürmten wir schließlich als erstes das Buffet im schönen Festsaal, wo wir bei Blätterteigtäschchen und Kuchen Kontakte für vielversprechende „Sparkling Science“-Kooperationen knüpften.

Am Nachmittag besuchten wir dann zwei verschiedene Workshops („Geografie und räumliche Informationssysteme“ sowie „ Erfahrungen aus ForschungsBildungsKooperationen“), in denen betreffende Schulprojekte vorgestellt und besprochen wurden. Besonders der GIS-Workshop war sehr interessant, da es hier um die verschiedenen Methoden zum Sammeln von geografischen Daten mithilfe der Schüler geht, also genau unser Spezialgebiet! Drei Schülerinnen erzählten auch persönlich von ihrer Erfahrung mit „Sparkling Science“ und meinten, dass sie von ihrem Projekt recht profitiert und ziemilch viel Spaß dabei gehabt hatten.

Zufrieden und erfüllt von neuen Ideen machten wir uns schließlich auf den Heimweg nach Salzburg, wo wieder ein funkelnder Sternenhimmel á la „sparkling“ auf uns wartete. :-)

Exkursion mit der VS Niedernsill

Jetzt im Herbst sind die Salamander wieder aktiv und auch die Schule ging wieder los. Deswegen gehts auch mit unserem Sparkling Science Schulprojekt weiter. Die erste Salamanderexkursion ging am 5.10. nach Niedernsill, wo wir (Julia & Magdi) mit den vierten Klassen von der Schule aus Richtung Rattensbach wanderten, wo wir einige Alpensalamandereinträge haben. Allerdings war das Wetter wunderschön, deswegen nicht wirklich ideal für Salamander. Die Wanderung war trotzdem sehr schön, wir haben uns mit den Kindern den Wald genauer angeschaut und es wurden auch ganz spannende Dinge, wie Harzkristalle, Eierschwammerl, Moose und Mäuse gesichtet und eingesammelt. Es war ein lustiger Vormittag in der Natur und beim nächsten Mal sehen wir hoffentlich auch ein paar Salamander! :-)

Salamandaaaaaaa!!!! :-)

Salamandersuche VS Elsbethen

Heute machten wir (Julia, Ana und Magdi) uns beim ärgsten “Sauwetter”, strömender Regen und ca. 5°C, gemeinsam mit der 4. Klasse der VS Elsbethen auf die Suche nach Feuersalamandern. Wir wanderten von der Schule aus in Richtung Trockene Klamm. Leider war es gar nicht so trocken und schon nach kurzer Zeit waren viele patschnass. Aber da das nasse Wetter ja bekanntlich perfekt für Salamander ist, gingen wir alle tapfer weiter. Auf der Asphaltstraße fanden die Kinder auch bald einen Feuersalamander – nur leider schon ziemlich zerquetscht und nicht mehr ganz so lebendig. Aber immerhin ein Zeichen dafür, dass es in der Gegend Feuersalamander gibt. Schließlich bogen wir in ein Waldstück ab, das eigentlich perfekt für Salamander ist: Laubwald, viele Buchen, Steine, Felsen und Totholz. Und siehe da: schon nach wenigen Minuten fanden die Kinder den ersten, noch ziemlich jungen Feuersalamander. Und nach einer halben Stunde ein weiteres, großes, ausgewachsenes Exemplar. Die Freude und Aufregung war bei allen sehr groß, besonders da es für viele der erste Feuersalamander war, den sie in freier Natur gesehen haben. Nach diesen Erfolgserlebnissen machten wir uns, immer noch bei strömendem Regen, wieder auf den Weg zurück zur Schule. Wir stießen leider auf noch einen toten Feuersalamander, den wir zuvor noch nicht gesehen hatten. So geht es den Salamandern leider sehr oft, wenn es wieder nass ist und sie sich auf die Straßen wagen.

Trotz des Sauwetters war es für alle ein lustiger, erfolgreicher Vormittag und beim nächsten Mal werden wir vielleicht nicht ganz so nass! Vielen Dank an die 4. Klasse der VS Elsbethen!

Exkursion VS Kleinarl

Am 28. Juni hat uns die gesamte VS Kleinarl mit ihren Lehrerinnen in Salzburg besucht. Zuerst haben wir uns in Aigen getroffen und uns bei (leider) strahlend sonnigem Wetter auf die Suche nach Feuersalamanderlarven gemacht. Die Kinder waren sehr erfolgreich und haben über 100 Larven gezählt. Sie haben Larven in den unterschiedlichsten Entwicklungsstadien gefunden, einige waren noch recht klein, andere dagegen schon sehr groß, mit eindeutiger Färbung und wahrscheinlich kurz vor der Metamorphose. 2 oder 3 Kinder sahen sogar einen jungen erwachsenen Feuersalamander im Gebüsch verschwinden. Nach einer gröberen Klettertour trafen wir uns alle nochmal im Labor.

Dort zeigten ihnen Ana, Eva und Tanja das Labor, verschiedene Geräte und die Kinder durften selbst ein bisschen pipettieren. Mit großen Augen verfolgten sie alle Geschehnisse. Den krönenden Abschluss bildete noch ein auf -80°C tiefgefrorener Feuersalamander. Der Vormittag hat uns allen sehr viel Spaß gemacht und vielleicht sehen wir uns ja im Herbst am Tappenkarsee wieder.

Sparkling Science - ein Programm des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung
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