SMART-Phone

Folgen der Smartphone-Nutzung in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen

Mobile Apps wie WhatsApp und Snapchat dominieren die Kommunikation von Kindern und Jugendlichen. Gleichzeitig boomt die Selbstdarstellung auf Instagram und Facebook. Smartphones und das mobile Internet sind zum ständigen digitalen Begleiter im Alltag von Kindern und Jugendlichen geworden. Doch ist die permanente Vernetzung und Verfügbarkeit wirklich „smart“? Die Adoleszenz stellt eine Lebensphase dar, in der die Heranwachsenden besonders vulnerabel für die vom Smartphone ausgehenden Gefahren wie Kommunikationsstress oder Cyberbullying sind. Gleichzeitig können sie von den Potenzialen, die mit der Handynutzung einhergehen – wie die Beziehungspflege mit Gleichaltrigen –, stark profitieren. Eine umfassende Erhebung der positiven und negativen Einflüsse der Smartphone-Nutzung im Zeitverlauf auf zentrale Indikatoren der adoleszenten Entwicklung sowie die Untersuchung wichtiger individueller und kontextueller Einflussgrößen stehen jedoch bislang noch aus.


Das vorliegende Projekt greift diese Forschungslücke auf und untersucht die Wirkung der Smartphone-Nutzung auf die erlebte Einsamkeit und die schulische Leistungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen unter Einsatz einer innovativen Methodenkombination. In einem ersten Schritt führen die Schüler/innen selbstständig leitfadengestützte Interviews mit Mitgliedern ihrer Peergroup zur persönlichen Nutzung und Bedeutung des Smartphones durch. Auf Basis dieser Ergebnisse soll im Anschluss unter Einbindung der Schüler/innen eine repräsentative, längsschnittliche Panel-Befragung mit Kindern und Jugendlichen sowie deren Eltern durchgeführt werden. Schließlich dokumentieren die Schüler/innen mithilfe der Mobile-Experience-Sampling-Methode ihren eigenen täglichen Smartphone-Konsum sowie damit verbundene Emotionen und Einstellungen im interessierenden Moment selbst. Neben der kritischen Reflektion ihres eigenen Nutzungsverhaltens und dem Erlernen zentraler sozialwissenschaftlicher Methoden leisten die Schüler/innen als hochaktive Smartphone- Nutzer/innen durch ihr individuelles Erfahrungswissen einen wesentlichen Beitrag zur Erforschung der Konsequenzen der Smartphone-Nutzung für Heranwachsende.