TeaTime4Schools

Biologische Aktivität in Böden - Messungen in Zusammenarbeit mit österreichischen Schulen

Im das Sparkling Science-Projekt „TeaTime4Schools“ untersuchen Schüler/innen, gemeinsam mit Wissenschaftler/innen der AGES und Open Science, die biologische Aktivität in österreichischen Böden. Mit Hilfe der einfach anzuwendenden Tea Bag Index-Methode, bei der standardisierte Teebeutel vergraben und gewogen werden, bestimmen die Schüler/innen die Zersetzungsrate von organischem Material im Boden. Dabei werden neue Erkenntnisse über das Zusammenspiel zwischen Zersetzung und mikrobieller Besiedelung des Bodens gewonnen.

Über die zweijährige Laufzeit hinweg wird die Höhere Bundeslehranstalt für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg zu vier Zeitpunkten Teebeutel in unterschiedlichen Böden vergraben und die Zersetzungsrate bestimmen. Darüber hinaus werden mittels Next-Generation-Sequencing-Analyse die mikrobiellen Gemeinschaften in den untersuchten Böden bzw. In begleitenden Workshops an der AGES und im Vienna Open Lab werden Informationen zur Methodik gegeben, fachliche Hintergründe erläutert und gemeinsam die Datenauswertung und Interpretation der Ergebnisse vorgenommen. Über die Partnerschule hinaus sind österreichweit 150 weiter Klassen an dem Projekt beteiligt, die den Tea Bag Index in nahe der Schule gelegenen Böden bestimmen. Ziel ist die Erstellung einer österreichischen Landkarte der Zersetzung, welche in die globale Karte der Tea Bag Index-Initiative, an der die AGES beteiligt ist, integriert wird. Sämtliche Ergebnisse werden beim großen Abschlussworkshop von den Forschenden und Jugendlichen gemeinsam präsentiert.

Durch das Projekt wird Österreich mithilfe von Citizen Scientists ein innovativer Akteur bei der Kartierung von Zersetzungsraten sein. Alle Beteiligten erhalten neue Erkenntnisse über die Rolle von Mikroorganismen in der Zersetzung. Darüber hinaus wird das Bewusstsein der Schüler/innen für die Bedeutung des Bodens, dessen Funktionen und seinen Einfluss auf den globalen Kohlenstoffkreislauf und den Klimawandel erhöht.