Zirkus des Wissens

Citizen Science trifft Citizen Art

Früh Begeisterung und Neugier an Forschung und wissenschaftlicher Entdeckung zu wecken und junge Menschen darin zu bestärken, sich selbst als Changemaker und aktiv Handelnde zu begreifen, ist zentrale Zielsetzung des Projekts. In der Verschränkung von Kunst, Wissenschaft und Bildung und der aktiven Einbeziehung der Citizen Science sieht das Projekt das Potenzial zukunftsfähige Bildung zu gestalten und die Umsetzung innovativer Methoden nachhaltig zu voranzutreiben.

Im Rahmen der Artistic Research an den beteiligten Schulen werden mit 980 Schülerinnen und Schülern transdisziplinäre Forschungsformate prototypisch erprobt. Geleitet von Mentorinnen und Mentoren (Vertreterinnen und Vertreter aus Kunst, Wissenschaft und Bildung) begeben sich die Schülerinnen und Schüler (Citizen Artists) auf eine Forschungsreise und ergründen wissenschaftliche Themen mit den Mitteln der Kunst. Diese Forschungsreise beinhaltet die Übersetzung wissenschaftlicher Themen in sinnlich erlebbare und gemeinsam gestaltete Theater-, Tanz- oder Musikalische-interventionen.

Die Scientific Research bindet über 60 Schülerinnen und Schüler aktiv in die wissenschaftliche Begleitung der Artistic Research Formate ein. Konnte das Interesse an Wissenschaft und MINT-Themen gesteigert werden? Welche Auswirkungen auf das generelle Lernverhalten sind im Schulkontext auszumachen? Können sozioökonomische und geschlechterspezifische Benachteiligungen durch Artistic Research Formate vermieden/kompensiert werden?

Die Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerpersonen werden in die Entwicklung der Forschungsfragen, die theoretische Rahmung der wissenschaftlichen Evaluation des Projektes sowie in die Datensammlung und Auswertung eingebunden. Damit wird eine umfassende Einbeziehung der Citizen Scientists in den gesamten Forschungsprozess sichergestellt.

Zur Anwendung kommen qualitative und quantitative Forschungsmethoden. Als Partnerschulen wurden primär periphere Schulen ausgewählt.

Das Training of Trainers Programm (Workshops für Lehrpersonen mit Künstlerinnen und Künstlern), das Youth Advisory Board, die öffentliche Präsentation der Artistic- und Scientific Research, die internationale Vernetzung sowie die geplante Tagung ermöglichen einerseits die Beteiligung weiterer Citizen Scientists, garantieren eine Einbindung über die Projektlaufzeit hinaus und stärken das Thema nachhaltig.