Begutachtung

Warum dauert es von der Einreichung bis zur Förderentscheidung so lange?

Wir sind bemüht, den Prozess der Begutachtung möglichst fair und transparent zu gestalten, daher gibt es ein mehrstufiges Begutachtungsverfahren.

So werden für jedes Projekt zumindest zwei wissenschaftliche Gutachten sowie ein Bildungsgutachten eingeholt. Kommt es bei den beiden  wissenschaftlichen Gutachten zu großen Abweichungen, so holen wir ein drittes, ebenfalls unabhängiges Gutachten von einem internationalen Experten/einer internationalen Expertin ein.  

Auf Basis der Gutachten erstellen wir anschließend im OeAD ein erstes Ranking. Erfahrungsgemäß ist die Qualität der Projektanträge jedoch sehr hoch, sodass am Ende oft Nuancen über die Förderung bzw. Nichtförderung entscheiden können. Daher werden ausgewählte Projekte, die sich genau an der Grenze zu Förderung/Nichtförderung bewegen, noch einmal von den Mitgliedern des wissenschaftlichen Kuratoriums geprüft.

All diese Prozesse erfordern Zeit, da die Anträge, wie sie ja selbst wissen, oft sehr komplex und lang sind.
Dennoch sind wir bemüht, dass alle Projekte noch vor Ende des Schuljahres über die Förderentscheidung Bescheid bekommen, damit die beteiligten Schulen rechtzeitig vor den Sommerferien informiert werden können.   

Wird die Evaluation der Gutachter/innen den Antragsteller/innen zugesandt?

Ja, alle Antragsteller/innen bekommen die anonymisierten Gutachten nach der Förderentscheidung, welche spätestens Ende Juni 2022 sein wird, zugeschickt. Da alle Gutachten zuerst anonymisiert werden müssen, erfolgt der Versand allerdings einige Wochen nach der Förderzu- oder -absage. 

Ist eine Wiedereinreichung von abgelehnten Projektanträgen bei der nächsten Ausschreibung möglich?
Ja. Bei einer Nichtförderung des Projektes empfehlen wir ausdrücklich, die Rückmeldungen und Empfehlungen der Gutachter/innen zu nutzen, um das Projekt zu überarbeiten und ggf. neu auszurichten. In der Vergangenheit waren  Wiedereinreichung in den nachfolgenden Ausschreibungen oft sehr erfolgreich.   

Was sind die Anforderungen an wissenschaftliche Gutachter/innen, wenn Vorschläge für Gutachter/innen bei der Einreichung abgegeben werden? 

Wissenschaftliche Gutachter/innen sollen Expert/innen auf dem Forschungsgebiet, welches Ihren Antrag betrifft, sein oder Expert/innen in der angewendeten Methode, sofern diese maßgeblich für die Beurteilung des Antrages sein kann.
Die Gutachter/innen müssen deutschsprachig sein, dürfen aber ihren Forschungsschwerpunkt NICHT in Österreich haben. Sie sollten nach Möglichkeit Lehrstuhlinhaber/innen sein bzw. entsprechende Publikationslisten aufweisen und somit aufgrund ihrer spezifischen fachlichen Kompetenz als Expert/innen für die Bewertung des Antrages in Frage kommen. Mögliche Interessenskonflikte und Befangenheiten, z.B. gemeinsame Publikationen oder Autor/innenschaften, Betreuungsverhältnisse (z.B. Doktorvater), Verwandtschaft, geplante enge wissenschaftliche Kooperationen o.ä., müssen ausgeschlossen sein. 
Beim Ausschluss von Gutachter/innen muss begründet werden, warum diese Person ausgeschlossen wird. Ein typischer Ausschlussgrund wäre z.B. ein Schulenstreit.

Worauf achten die Gutachter/innen, bei der Begutachtung eines Projektantrages?

Die Punkte, auf welche die Gutachter/innen achten finden Sie in der Sonderrichtlinie (S.31, Punkt 15)

Welche Wissenschaftsdisziplin ist in der Einreichplattform anzugeben, wenn trans- oder interdisziplinär gearbeitet wird?

Insgesamt gibt es sieben Bereiche. Ordnen Sie das Projekt in jene Disziplin ein, welche am ehesten betroffen ist. Sie haben auf derselben Seite der Einreichplattform die Möglichkeit weitere Stichworte zum Projekt anzugeben. Hier könnten Sie die anderen Disziplinen anführen. Auch in der ausführlichen Projektbeschreibung werden Sie sicher darauf eingehen.