Kosten

Angemessenheit der Personalkosten

Personalkosten sind nur bis zu jener Hohe förderbar, die dem Gehaltsschema des Bundes und der Reisegebührenvorschrift 1955 für vergleichbare Bundesbedienstete entsprechen (die Kollektivverträge von z.B. Universitäten fallen hier dementsprechend auch hinein). Alternativ können die Stundensätze des FWF oder der GÖD verwendet werden.

Die Overheadkosten

Overheadkosten (engl. Overheads) sind Gemeinkosten wie z. B. Infrastruktur- und Managementkosten (die Kosten der Benutzung von Infrastruktur/Grundausstattung eines Universitätsinstituts und/oder die Managementkosten eines Projekts).

Overheadkosten können nur auf direkte Personalkosten in Höhe von 20 % berechnet werden. Die Abrechnung kann pauschal erfolgen.

Wie können Lehrpersonen entlohnt werden?

Lehrpersonen sind im Rahmen von Werkverträgen in das Projekt einzubinden. Es darf jedoch nur jener Zeitaufwand von Lehrpersonen abgegolten werden, der außerhalb des regulären Unterrichts für das Projekt anfallt. Auf Nachfrage müssen Lehrpersonen jederzeit eine Stundenaufzeichnung für die extra abgegoltenen Stunden vorlegen können. Der Stundensatz muss in etwa dem regulären Stundensatz ihrer Unterrichtstätigkeit entsprechen.

Abrechnung von Personalkosten für vorsteuerabzugsberechtigte Einrichtungen

Dienstverträge für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der eigenen Einrichtung sind wie folgt abzurechnen: Gehalt & Lohnnebenkosten

Overhead: Overheadkosten können nur für die direkten Personalkosten in der Höhe einer maximalen Pauschale von 20 % der direkten Personalkosten verrechnet werden.

Werkverträge = Bruttokosten. Werkvertrage regeln im Rahmen einer bestimmten Zeit die Lieferung eines bestimmten Werkes. Deshalb sind keine fixen Stundensatze anzugeben. Die Angemessenheit des Werkvertrages liegt im Ermessen der Projektleitung.

Dürfen alle Fest-Angestellten einer Universität (auch technisches, administratives oder wissenschaftliches Personal) in die Eigenleistungen eingerechnet werden?

Ja, jedoch nur, wenn sie aktiver und wesentlicher Teil des Projektes sind. Auch diese Personen müssen innerhalb der Personalsätze (KV, FWF, GÖD) entlohnt werden.

Angemessenheit der Sachkosten

Alle Fördermittel sind nach den Grundsätzen der Sparsamkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit einzusetzen. Sachkosten müssen ausgewogen sein und im Verhältnis zu den weiteren Kosten im Gesamtprojekt stehen.

Sind Publikationskosten bzw. Open Access Kosten förderbar?

Ja, solange diese Kosten im Projektzeitraum anfallen. Vor Projektstart und nach Projektende können keine Kosten abgerechnet werden.

Können sowohl 10 % zusätzliche Fördermittel zur Entwicklung von CS-Knowhow durch internationale Vernetzung als auch 10 % Fördermittel zur Förderung von Science in Schulen beantragt werden?

Ja. Für Projekte, die eines der Kriterien erfüllen, beläuft sich der nicht rückzahlbare Zuschuss auf maximal 385.000,- Euro.
Für Projekte, die beide Kriterien (“Entwicklung von CS Knowhow durch internationale Vernetzung“ UND „Science in Schulen“) erfüllen, beläuft sich der nicht rückzahlbare Zuschuss auf maximal 420.000,- Euro.

Achtung: Dies sind nur die Maximalsummen. Es können auch weniger Fördermittel beantragt werden.

Darf ein Teil der bewilligten Forschungsförderung ins Ausland fließen?

Ja. Transfers von bewilligten Fördermittelns ins Ausland sind grundsätzlich in geringem Ausmaß (bis zu insgesamt maximal 15% der bewilligten Fördermittel, inkl. Zusatzförderung/en) möglich.

Die Eigenmittel

Mindestens 10 % der Projektsumme müssen als Eigenleistung eingebracht werden. Als Eigenleistungen des Förderungswerbers/der Förderungswerberin gelten sowohl Eigenmittel im engeren Sinn als auch eigene Sach- und Arbeitsleistungen. Die Angemessenheit von Eigenleistungen wird projektspezifisch durch die Gutachterinnen und Gutachter geprüft. Sie hat jedoch mindestens 10 % der Projektsumme zu betragen. 

Nachweis von Eigenmitteln

Im Rahmen der Endabrechnung müssen die Eigenmittel nur in groben Zügen aufgeschlüsselt werden, z. B. wie viel Prozent für Personal- und wie viel für Sachkosten angerechnet werden. Projektnehmerinnen und Projektnehmer müssen jedoch auf Aufforderung in der Lage sein, Eigenmittel auch mit Belegen nachzuweisen, und dies bis zu sieben Jahre nach Abschluss des Projektes.

Sind in der maximalen Fördersumme die Eigenmittel inkludiert?

Nein, die maximale Fördersumme beinhaltet keine Eigenmittel. Dem BMBWF können abzüglich der Eigenmittel maximal 350.000 Euro in Rechnung gestellt werden.

Müssen die Eigenmittel ausschließlich von der projekteinreichenden Institution kommen?

Eigenmittel müssen großteils von der projektleitenden Einrichtung kommen. Sie können aber auch von wissenschaftlichen Kooperationspartnern gestellt werden. Nicht erlaubt ist, dass die Eigenmittel von Schulen kommen, bzw. wenn Schulen Eigenmittel stellen, was ja sein könnte, werden die in die 10 % nicht miteingerechnet. 

Führt eine höhere Eigenmittelquote über 10% zu einer besseren Evaluation des Projekts?

Nein, die Höhe der Eigenmittelquote wird von den Gutachter/innen nicht evaluiert, sie muss aber mind. 10% betragen

Können Dienstgeberanteile als Eigenmittel einfließen?

Personalkosten werden Brutto-Brutto in den Kostenplan eingetragen. Bei Personalkosten, die in die Eigenmittel einfließen (wie z.B. Professor/innen-Gehälter) können daher ebenfalls die Brutto-Brutto-Kosten in die Eigenmittel eingerechnet werden. 

Wie werden Geräteanschaffungen behandelt?

Grundsätzlich lastet der Eigentumsvorbehalt des Bundes auf dem Restwert aller angeschafften Geräte. Die Fördernehmer sind daher am Ende der Projektlaufzeit verpflichtet, die Geräte bereit zu halten und dem BMBWF zu übergeben, falls es diese anfordert. Wenn in der Endabrechnung durch den Fördernehmer/die Fördernehmerin allerdings dargelegt werden kann, dass die Geräte weiterhin im Sinne des Förderzweckes verwendet werden, dann können die Projektnehmerinnen und Projektnehmer von dieser Verpflichtung entlastet werden. 

Gibt es eine max. Grenze für Drittkosten / externe Dienstleistungen vom Gesamtbudget?
Nein, hier gibt es keine Vorgaben. Von den wissenschaftlichen Gutachter/innen wird beurteilt, ob die Ausgaben angemessen oder nicht angemessen sind.

Dürfen Projektkosten auch außerhalb der Projektlaufzeit abgegolten werden?

Nein, alle Projektkosten müssen innerhalb der angegebenen Projektzeit anfallen. Eine Publikation eines Projektes beispielsweise, welche nach dem offiziellen Projektende erstellt und gedruckt wird, kann nicht mehr mit Fördergeldern gedeckt werden. 

Muss die jährliche Anpassung der Gehälter bereits beim Projektantrag mit eingerechnet werden? 

Ja, diese gilt es gleich bei der Einreichung des Projektes miteinzukalkulieren. Es werden nur jene Kosten vergütet, die zu Beginn bewilligt werden. 

Wie erfolgt die Auszahlung der Fördermittel?

Diese erfolgt in drei Tranchen, wovon die erste Tranche nach Übermittlung des Startberichtes (zwei Monate nach dem Projektstart), die zweite nach Übermittlung des Zwischenberichtes (in der Mitte der Laufzeit) und die dritte nach der erfolgreichen Evaluierung des Endberichtes überwiesen wird.